Basketball

Alba Berlin will an Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen

Durchstarten statt neustarten: Alba Berlin will mit sieben etablierten und vier neuen Spielern wieder für Aufsehen sorgen.

Albas Luke Sikma schlug mehrere Angebote aus den USA aus, um mit den Berlinern die nächste erfolgreiche Saison zu spielen

Albas Luke Sikma schlug mehrere Angebote aus den USA aus, um mit den Berlinern die nächste erfolgreiche Saison zu spielen

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Berlin.  Es geht wieder los: Am Mittwoch begann Albas Basketballteam unter Cheftrainer Aito Reneses die Vorbereitung auf die neue Saison, die am 29. September mit einem Heimspiel gegen Jena beginnt. Beim ersten gemeinsamen Training hatte man allerdings eher das Gefühl, dass es nicht los, sondern weiter geht. Denn anders als ein Jahr zuvor, als Albas Trainerlegende beim ersten Arbeitstag außerhalb seiner Heimat Spaniens ein völlig neu zusammengestelltes Team begrüßte, kann dieses Mal von einem Neuanfang keine Rede sein.

Wiedersehensfreude bei Alba Berlin

Gleich sieben Leistungsträger der Mannschaft, die vergangene Saison die Bundesliga mit begeisterndem Basketball überraschte und in Pokal- und Meisterschaftsfinale erst am FC Bayern scheiterte, werden auch in der kommenden Saison für die Berliner auflaufen. Man kennt sich, man freut sich, wieder miteinander zu spielen, und Reneses ist sich auch sicher, dass das schon feste Gefüge es ihm leichter machen wird, die vier Neuen, Johannes Thiemann, Kenneth Ogbe, Rokas Giedraitis und Martin Hermannsson, zu integrieren.

Sportdirektor Himar Ojeda war mit Blick auf die vielen bekannten Gesichter auch ein wenig stolz. Denn seine Arbeit beschränkte sich im Sommer nicht nur darauf, neue Spieler unter Vertrag zu nehmen, er musste vielmehr zahlreiche Versuche der Konkurrenz abwehren, die seine Stars trotz laufender Verträge aus Berlin weglocken wollten. „Am Ende war das glücklicherweise nicht schwierig“, sagt Ojeda, „alle sind von dem Projekt überzeugt, dass wir vor einem Jahr begonnen haben. Sie wollen hier weiter wachsen.“

Luke Sikma lehnte Angebote ab

Luke Sikma, bekanntermaßen „der wertvollste Spieler“ (MVP) der vergangenen Saison, beantwortete in seiner Heimat in Seattle alle Angebote kurz und knapp mit dem Hinweis auf seinen Vertrag mit Alba und sagt: „Ich bin glücklich in Berlin und freue mich riesig darauf, mit den Jungs in die kommende Saison zu gehen.“ Dennis Clifford verrät, dass er schon bei Alba unterschrieben hatte, bevor er in Las Vegas für die Minnesota Timberwolves in der NBA Summerleague spielte. „Das letzte Jahr war eines der besten meines Lebens. Nur bei einem garantierten Vertrag in der NBA hätte ich mich vielleicht umentschieden“ sagt Clifford. Jetzt sei er zurückgekommen, weil er „Titel für diesen Klub und diese Stadt gewinnen möchte“.

Ein verständlicher Anspruch für einen, der sich nach großem Kampf erst im entscheidenden fünften Finale gegen die Bayern mit Platz zwei begnügen musste. Clifford und der Rest des Teams wissen aber auch, dass sie anders als in der Saison zuvor niemanden mehr überraschen werden. „Es wird für uns sicherlich auf eine Art schwieriger, aber womöglich auch leichter, weil uns die Gegner zwingen werden, wie ein Champion aufzutreten“, erklärt Albas 2,13 Meter großer Center, der hofft, dass durch den größeren Druck Auf und Abs vermieden werden könnten. Was klappen könnte, denn größere Krisen gab es trotz zahlreicher Verletzungen bereits in der vergangenen Saison nicht. Und es geht ja nicht los, sondern weiter.

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