Basketball

Die Alba-Klassenfahrt geht weiter

Dennis Clifford, Center und Spaßvogel des Meisterschaftszweiten aus Berlin, verlängert seinen Vertrag bis 2019.

Dennis Clifford verlängert bei Alba Berlin

Dennis Clifford verlängert bei Alba Berlin

Foto: ALBA Berlin via Twitter

Berlin.  Das Gefühl, auf einer Klassenreise zu sein, ist für Alba Berlin vorerst gesichert. Der Meisterschafts-Zweite im Basketball verlängerte den Vertrag mit Center Dennis Clifford (26) um ein Jahr bis 2019. Womit Luke Sikma, „Wertvollster Spieler“ (MVP) der Bundesliga in der vergangenen Saison, sein kongenialer Partner erhalten bleibt in allem, was den Basketball betrifft: Punkte, Rebounds, Schnellangriffe und so weiter. Noch mehr aber können Sikma und Clifford zehn weitere Monate lang mit- und auch gegeneinander rund um die Uhr den Alba-Alltag danach absuchen, wen oder was sie als nächstes durch den Kakao ziehen.

Dementsprechend stilecht eilte Clifford der offiziellen Verkündung Albas mit einem witzigen Video voraus. Im Konfirmanden-Look – kurze Hose, weißes Hemd, Krawatte – und etwas verwirrt tuend, verkündet er mit einem zerknitterten Manuskript in den Händen seine Rückkehr nach Berlin – um schließlich zentimeternah an die Kamera zu treten und „Let’s make some noise“ hineinzubrüllen. Mit dieser Aufforderung, nämlich Krach zu machen, hatte er sich schon im Sommer 2017 den Berlinern vorgestellt. Da war er aus der amerikanischen D-League gekommen. Sein Motto hat er hier ausgiebig gelebt.

Verkündung der Verlängerung per Video

Clifford, der mit seinen 2,13 Metern und 125 Kilo bei jedem Heimspiel Maskottchen Albatross bei der Teamvorstellung per Bodycheck fünf Meter durch die Luft fliegen lässt. Clifford, der sich nach großen Siegen im Fanblock das Megafon schnappt und mit seinem Krach Mannschaft und Anhänger gemeinsam tanzen lässt. Clifford, der im Winter immer eine Pelzmütze und im Sommer immer kurze Hosen trägt. Kurzum: Dieser „Cliff“ ist ein echter Typ, deshalb ist es kein Wunder, dass alle, die in der vergangenen Saison mit ihm zusammen gespielt haben, seine Entscheidung in besagtem Video mit einem freudigen „Let’s go!“ begrüßen.

„Ich habe mich entschieden, in Berlin zu bleiben, weil ich absolut überzeugt bin, dass es sportlich und persönlich für mich die beste Situation ist. Das letzte Jahr war eines der besten meines Lebens“, verkündet Clifford in dem Video. „Berlin ist meine zweite Heimat geworden, ich vermisse es.“ Natürlich wolle er mit Alba Berlin „und für diese Stadt Titel gewinnen.“

Um Missverständnissen vorzubeugen: Einen Entertainer und Stimmungsmacher hätte Alba sicherlich auch für weit kleineres Geld bekommen. Aber bestimmt keinen, der in der Bundesliga auf 9,3 Punkte und 4,5 Rebounds pro Spiel kommt, Werte aus der vergangenen Saison, die im Eurocup mit 9,6 Zählern und 5,9 Rebounds noch etwas höher lagen. Nicht vergessen darf man, dass Clifford, der zuletzt in der „Summer League“ der NBA für die Minnesota Timberwolves auflief, als „Big Man“ mit seinen 26 Jahren eher noch am Anfang seiner Karriere steht. „Wir sind froh, ein weiteres Jahr mit Dennis zu arbeiten“, sagt Alba-Sportdirektor Himar Ojeda, „und sind überzeugt, dass er sich bei uns weiter verbessern wird.“ Genau das verspricht sich auch Clifford von seiner Rückkehr nach Berlin.

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