Basketball

Alba will über die Grenze für Titel gehen

Berlin fährt nach dem Heimsieg vom Mittwoch mit frischem Mut zum alles entscheidenden Match nach München.

Die Alba-Spieler feiern nach dem 2:2-Ausgleich gegen Bayern mit den Fans

Die Alba-Spieler feiern nach dem 2:2-Ausgleich gegen Bayern mit den Fans

Foto: pa

Berlin. Alba Berlin will noch einmal alle Kräfte mobilisieren für das alles entscheidende Finalspiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft bei Bayern München. "Jetzt wird noch einmal alles in die Waagschale geworfen", kündigte Nationalspieler Joshiko Saibou vor der Partie am Samstag (20.30 Uhr) an. "Am Ende muss jeder über die Grenzen gehen", forderte Manager Marco Baldi.

Mit einem Sieg könnte Alba nach zehn Jahren wieder den Titel feiern – es wäre die neunte Meisterschaft für die Berliner. Und die Albatrosse glauben an ihre Chance. "Da braucht man keine Extra-Motivation mehr", sagte Luke Sikma, wertvollster Liga-Spieler der Punkterunde. Aber dem 28-Jährigen ist die Schwere der Aufgabe durchaus bewusst: "Das wird hart in deren Arena und mit deren Fans."

Aber eigentlich kann Alba in München ganz befreit aufspielen, denn den Druck sehen sie eher bei den Bayern. «Die haben ihn auf jeden Fall. Sie spielen zu Hause und jeder erwartet von ihnen, dass sie gewinnen», meinte Saibou. «Und wir wollen ihnen noch mehr Druck machen», ergänzte Sikma.

Entscheidend wird sein, wie sehr Alba sein schnelles Spiel gegen das physische Bayern-Spiel durchsetzen kann. Beim wichtigen 72:68-Heimsieg am Mittwoch gelang dies zusehends besser. "Wenn wir so spielen, wie wir spielen können, können wir die Bayern auch schlagen", befand Saibou.

Allerdings haben die vorausgegangenen vier Finalspiele gegen die Bayern ihre Spuren hinterlassen. "Die Belastung summiert sich langsam", sagte Saibou. Zudem sind gleich zwei Berliner Leistungsträger angeschlagen. Spielmacher Peyton Siva plagen Kapselverletzungen an beiden Händen. Schon beim Erfolg am Mittwoch hatte ihn das sehr behindert. "Unter normalen Umständen hätte er nicht gespielt. Denn die Verletzung ist wahnsinnig hinderlich", erklärte Baldi. Zudem war Marius Grigonis umgeknickt, konnte später allerdings weiterspielen.

«Wir müssen sehen, wie es den Verletzten geht und wer spielen kann», sagte Baldi. Aber beide werden wohl am Samstag auf die Zähne beißen – für das letzte und wichtigste Spiel der Saison.