Play-off

Warum Alba entspannt auf seinen Finalgegner warten kann

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Theo Breiding
Die Alba-Profis haben das Finale erreicht und warten nun auf ihren Gegner in der Finalserie

Die Alba-Profis haben das Finale erreicht und warten nun auf ihren Gegner in der Finalserie

Foto: Annegret Hilse / dpa

Alba Berlin hat sich locker ins Finale um die Meisterschaft gespielt. Die teuersten Teams der Liga haben dagegen mehr zu kämpfen.

Berlin.  Gegen wen, das weiß man nicht. Fest steht lediglich, dass Alba am kommenden Sonntag um 15 Uhr das erste Spiel der Finalserie um die deutsche Meisterschaft bestreitet. Wo und gegen wen, entscheidet sich im Duell des FC Bayern gegen Titelverteidiger Bamberg.

In dieser Serie führen die Münchner mit 2:1. Setzen sie sich an diesem Dienstag auswärts (19 Uhr, Telekomsport) oder spätestens am Donnerstag (17.30 Uhr) durch, hätten sie gegen Alba Heimrecht und die Endspielserie nach dem Modus „best of five“ würde am Sonntag (15 Uhr) in München beginnen. Setzt sich Bamberg durch, hätte Alba den Heimvorteil und die Serie begänne zu gleicher Zeit in der Mercedes-Benz-Arena.

Darüber, wer sich Albas erster Meisterschaft nach 2008 mehr in den Weg stellen könnte, lässt sich spekulieren. Bamberg besiegte die Berliner in der Hauptrunde zweimal, gegen die Bayern sind nicht so sehr die Liga-Ergebnisse in Erinnerung, beide Teams gewannen jeweils auswärts, sondern das 75:80 Ende Februar im Pokalendspiel.

Trainerwechsel am effektivsten genutzt

Seither ist jedoch viel Zeit vergangen, die Albas Mannschaft unter Coach Aito Reneses offensichtlich am effektivsten nutzte. Die Hauptrunde schloss sie mit 12:1 Siegen ab, im Play-off gegen Oldenburg und Ludwigsburg steigerte Alba seinen Punkte-Schnitt noch mal von 89,5 auf 96,6 Zähler. „Unser Ziel ist die Meisterschaft“, sagt Joshiko Saibou auch dementsprechend selbstbewusst. „Wir spielen geschlossen als Team, haben zusammen richtig viel Spaß und sind schwer zu schlagen“. Vor allem zu Hause, gilt es anzumerken. Alba leistete sich gerade mal zwei Heimniederlagen gegen die nationale Konkurrenz, die letzte Anfang November gegen die Bayern.

Die Nachrichtenlage der beiden möglichen Finalgegner war weit unruhiger. Sowohl die Bayern als auch Bamberg ersetzten ihre hochangesehenen Trainer. Unter den neuen Chefs schwankten die Vorstellungen im Play-off bislang erheblich. Die Münchner standen nach zwei Niederlagen im Viertelfinale gegen Frankfurt mit 1:2 bereits vor dem Aus, rückten die Verhältnisse dann aber deutlich zurecht.

Bamberg hingegen bezwang Bonn in der Runde der letzten Acht klar mit 3:0, wurde jedoch am vergangenen Sonnabend von den Münchnern mit 67:99 geradezu deklassiert. Beides sind die mit Abstand teuersten Teams der Liga, die Mannschaft der Stunde aber ist ganz sicher Alba.