Basketball

Radosavljevic macht für Alba im Play-off den Unterschied

Der 2,13-Meter-Center überzeugt mit Nervenstärke und Treffsicherheit.

 Bogdan Radosavljevic erzielte im ersten Halbfinale gegen Ludwigsburg 16 Punkte

Bogdan Radosavljevic erzielte im ersten Halbfinale gegen Ludwigsburg 16 Punkte

Foto: dpa Picture-Alliance / Andreas Karpe-Gora / picture alliance / Andreas Karpe

Berlin.  Einer der Reize der Halbfinal-Serie von Albas Basketballteam gegen die Ludwigsburger Riesen ist, dass da aufeinandertrifft, was nicht wirklich gut zusammenpasst. Auf den großen Positionen müssen sich Albas 2,13-Meter-Riesen Dennis Clifford und Bogdan Radosavljevic gegen deutlich kleinere und damit auch schnellere Spieler wie Adam Waleskowski (2,03 Meter), Elgin Cook (1,96) und Dwayne Evans (2,01) behaupten.

„Die Größenvorteile müssen wir ausnutzen und gleichzeitig den Nachteil gegen die kleineren und schnelleren Gegenspieler in der Defense minimieren“, hatte Coach Aito Reneses von seinem Team gefordert. Was im ersten Spiel der Best-of-five-Serie, dem 102:87 am vergangenen Montag, auch gelang. Wie erhofft, hatten die Berliner in den entscheidenden Momenten vor allem Radosavljevic am Brett in Szene setzen können, der dann auch mit 16 Punkten und seiner Nervenstärke an der Freiwurflinie einer der Matchwinner war.

Radosavljevic sieht sich „halbwegs in Form“

„Ich hatte mir vorgenommen, die ganze Saison über so zu spielen“, sagt Albas Center und verzieht das Gesicht, sich daran erinnernd, dass er wegen gerissener Bänder im Sprunggelenk und einer Schulter-Operation rund ein Drittel der Saison verpassen musste. „Dass es jetzt, wo es darauf ankommt, damit klappt, freut mich natürlich. Ich bin halbwegs in Form und fühle mich gut. So muss das sein“. Gegen die kleineren und schnelleren Gegenspieler, die die gegnerische Verteidigung auseinanderziehen und auch aus der Distanz treffen, „haben Dennis und ich das bis auf einige wenige Male, die es immer gibt, sehr gut gemacht“, sagt der 24-Jährige, der seine zweite Saison für Alba spielt. Und genau daran wollen Radosavljevic und sein Team an diesem Donnerstag beim zweiten Spiel in Ludwigsburg (20 Uhr, Sport1 und Telekomsport) anknüpfen. „Sonst“, weiß nicht nur er, „bekommen wir dort große Probleme.“

Es wird sicherlich ein weit härterer Gang als bei Albas letztem Gastspiel im Schwäbischen, das die Berliner Anfang Januar mit 86:67 gewannen. Zumal Reneses’ Team in der Viertelfinalserie gegen Oldenburg auswärts weit mehr Probleme hatte als vor den eigenen Fans. „Es ist eher eine mentale Herausforderung, im Play-off einen Weg zu finden, dass man auswärts genauso spielt wie zu Hause“, sagt Radosavljevic. „Wir haben vorgelegt, jetzt liegt der Druck auf den Ludwigsburgern. Wir spielen gut und haben dort auch schon gewonnen. Das wollen wir jetzt wiederholen und dann am Sonntag mit einem Heimsieg ins Finale einziehen.“

Im zweiten Halbfinalspiel mit maximaler Intensität auftreten

Auch Marco Baldi hat im ersten Spiel vieles gesehen, worauf sich an diesem Donnerstag auswärts aufbauen lässt, zumal „im ersten Spiel einer Best-of-five-Serie der Druck immer groß ist, weil man den Heimvorteil, den man sich das ganze Jahr erarbeitet hat, in einer Sekunde verlieren kann“. Seine Mannschaft konnte in Berlin „ihre spielerische Überlegenheit ausspielen“, habe sich „nicht provozieren lassen, aber auch nicht zurückgesteckt, was gegen Ludwigsburg sehr wichtig ist“, erklärt Albas Geschäftsführer.

Gerade in deren eigener Halle müsse man mit maximaler Intensität auftreten, „denn genau das ist die Qualität der Ludwigsburger, sie gehen unabhängig vom Spielstand immer voll rein, schonen weder sich noch den Gegner. Wenn du dich da auch nur kurz zurücknimmst, überrollen sie dich“. Genau das zu verhindern, wird auch wieder in den Händen von Albas Langen, Radosavljevic und Clifford liegen.

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