Basketball

Alba hat schon jetzt alle seine Ziele erreicht

Der Halbfinaleinzug der Berliner schafft finanziell und sportlich Planungssicherheit.

Die Fans feiern Joshiko Saibou nach dem Halbfinaleinzug

Die Fans feiern Joshiko Saibou nach dem Halbfinaleinzug

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin.  Müde und glücklich waren alle – und erleichtert. Die ultimative Enttäuschung, mit begeisterndem Basketball in der ersten Play-off-Runde zu scheitern, hatten sie abgewendet. Albas Basketballteam hatte im fünften und entscheidenden Spiel des Viertelfinales die Oldenburger Baskets niedergerungen und sich das Ticket fürs Halbfinale gegen Ludwigsburg erkämpft. Jetzt ist erst einmal Regeneration angesagt, um dann vor der nächsten Best-of-five-Serie gegen Ludwigsburg, die am Pfingstmontag (18 Uhr) in der Mercedes-Benz Arena beginnt, aber auch gleich wieder richtig hungrig zu werden.

„Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt Marco Baldi in Anspielung auf die „40-Minuten-Hölle“, für die Ludwigsburgs Trainer John Patrick steht. „Die Physis und die Aggressivität, mit der sie bislang eine sehr gute Saison spielen, kann man im Training nicht simulieren.“

Während in Sportsmann Baldi gleich wieder das Feuer brannte, dürfte sich Albas Macher als Geschäftsführer zumindest kurz entspannt haben. Denn sein Klub hat nach dem Erreichen des Pokal-Top-4 und der Top16 im Eurocup mit dem Meisterschaftshalbfinale auch das dritte Saisonziel erreicht. Was sich auch in den Finanzen niederschlägt, durch den Kartenverkauf, natürlich, das eine andere T-Shirt, das noch verkauft wird und durch leistungsbezogene Prämien der Sponsoren. Das Erreichen des Halbfinales hat für Planungssicherheit gesorgt, auch sportlich. Alba wird die Saison mindestens als Dritter abschließen, der Startplatz für den Eurocup ist damit sicher.

Und so schlecht stehen die Aussichten ja nicht, dass die Reise noch weiter geht. Alba und Ludwigsburg trafen in dieser Saison dreimal aufeinander, dreimal gewannen die Berliner, auswärts mit 86:67, zu Hause mit 96:86 in der Liga und 78:73 im Pokal-Viertelfinale. Zudem habe sich sein Team, als es im fünften Spiel gegen Oldenburg mit dem Rücken zur Wand stand, „auf das besinnen können, was es die ganze Saison über stark gemacht hat“, freute sich Baldi. „Wir sind mit unsere hohen Spielkultur und unserer Schnelligkeit fast allen Teams überlegen“, und genau das gelte es auch in der kommenden Serie „zu etablieren“. Wobei das Heimrecht, das sich Alba mit Platz zwei nach der Hauptrunde erkämpft, wie schon gegen Oldenburg hilfreich werden könnte. Im zweiten Halbfinale trifft Vorrundensieger Bayern München ab heute auf Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg.