Bundesliga

NBA-Star Schröder sieht Alba-Sieg in Braunschweig

Durch das 72:62 in Braunschweig bleibt Alba Berlin der erste Verfolger von Bundesliga-Tabellenführer Bayern München.

Albas Luke Sikma hat den Korb fest im Blick

Albas Luke Sikma hat den Korb fest im Blick

Foto: EIBNER/Daniel Reinelt / imago/Eibner

Berlin.  Alba Berlin gewann am Sonntag mit dem 72:62 (27:33) in Braunschweig auch das 17. Spiel in der Basketball-Bundesliga in Folge und zog mit diesem Erfolg mit der zweitlängsten Siegesserie der Vereinsgeschichte aus der Saison 1997/1998 gleich. Anders als beim 125-Punkte-Rausch zwei Tage zuvor in Tübingen standen die Berliner jedoch lange Zeit mit dem Rücken zur Wand.

Dass die Serie hielt, war vor allem Luke Sikma, der auf 25 Punkte kam, und dem sogenannten „Double/Double“ (13 Punkte/zehn Rebounds) von Bogdan Radosavljevic zu danken. „Die Braunschweiger waren anfangs intensiver unterwegs, darüber haben wir in der Halbzeitpause gesprochen“, erzählte Radosavljevic. Luke Sikma habe „dann in der Folge einfach überragend gespielt“.

Die ersten 20 Minuten stand Albas Mannschaft neben sich selbst. 40 Stunden zuvor hatte sie noch 16 von 22 Distanzwürfen im gegnerischen Korb versenkt und in der ersten Halbzeit 58 Punkte erzielt. Auch Braunschweigs NBA-Star Dennis Schröder dürfte auf der Tribüne seines Heimatklubs gestaunt haben, als nicht einer der ersten zwölf Berliner Dreier-Versuche sein Ziel fand – Alba lag 14:26 (15.) zurück.

Sikma der große Lichtblick

Schon zu diesem Zeitpunkt war Sikma der große Lichtblick im Spiel der Berliner, jetzt wurde er – nicht zum ersten Mal – zum Retter. Als Kapitän Niels Giffey endlich im dreizehnten Versuch Albas ersten Dreier zum 25:28 (20.) traf, waren die Berliner zumindest vom Ergebnis her zurück im Spiel.

Den 27 Zählern der ersten 20 Minuten folgten im dritten Viertel 29 Punkte. Da führte Alba bereits 56:50, und als die Normalform nun endlich gefunden war, bleib die Dreierquote mit insgesamt vier Treffern bei 21 Versuchen zwar mager, aber die Berliner spielten den Sieg routiniert nach Hause.

Am kommenden Freitag (19 Uhr) wird Alba in der Mercedes-Benz Arena gegen die Frankfurt Skyliners allerdings wieder über 40 Minuten präsent sein müssen. Die Hessen kämpfen zum einen noch um einen Play-off-Platz, zum anderen sind sie das Team, gegen das Alba in der Bundesliga zuletzt verlor – mit 84:90, am 17. Dezember des vergangenen Jahres. Lang ist’s her.