Basketball

Alba überrascht nicht nur Oldenburg

Alba Berlin festigt mit einem Sieg gegen Oldenburg den zweiten Platz in der Bundesliga. Coach Reneses greift dabei in die Trickkiste.

Peyton Siva war Albas bester Werfer beim Sieg gegen Oldenburg

Peyton Siva war Albas bester Werfer beim Sieg gegen Oldenburg

Foto: Paul Zinken / picture alliance / Paul Zinken/d

Berlin.  Es gibt gleich mehrere gute Nachrichten von Albas Basketballteam. Die Mannschaft von Coach Aito Reneses schlug vor 7512 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena die Baskets aus Oldenburg mit 91:83 (53:45). Sie verteidigte damit nicht nur Platz zwei in der Bundesliga, sondern holte sich auch für das Pokal-Halbfinale gegen Bayreuth am Sonnabend in Ulm einen letzten Schuss Selbstvertrauen.

Die dritte ist, dass Alba die Partie überraschend mit seinen zwei angeschlagenen 2,13-Meter-Hünen Dennis Clifford (Knie) und Bogdan Radosavljevic (Schulter) bestritt. Ganz offensichtlich wollte Albas Trainer prüfen, was er von seinen Centern in Ulm erwarten kann.

"Es lief viel besser, als ich noch vor einer Woche erwarten konnte", sagte Clifford und freute sich über "einen ganz wichtigen Sieg. Wir haben für das Wochenende noch mal richtig Schwung geholt." Dank seiner Präsenz in Korbnähe bot sich Albas Distanzschützen gleich zu Beginn viel Platz, und die – ob Spencer Butterfield, Marius Grigonis oder auch Peyton Siva – ließen sich nicht lange bitten. Mit der beachtlichen Trefferquote von 67 Prozent erzielte Alba bereits im ersten Viertel 32 Punkte. 26 Zähler der Gäste zeigten jedoch, dass es in der Verteidigung noch Luft nach oben gab.

Erst nach der Pause das erwartet enge Spiel

Was die Oldenburger wohl ähnlich sahen, denn jetzt wurde auf beiden Seiten bissiger verteidigt. An der Überlegenheit der Berliner änderte sich vorerst jedoch nichts. Sie waren als Team homogener und im Angriff variabler, während die Gäste vor allem ihren Grandseigneur Ricky Paulding (35) suchten, der mit 22 Punkten auch ihr bester Werfer war.

Dank Paulding konnte Oldenburg nach der Halbzeit (53:45) auf 62:61 (29.) verkürzen. Alba hatte das Wurfglück etwas verlassen. Erst jetzt war die Partie so eng, wie es viele von Beginn an erwartet hatten. "Da haben wir wie so oft als Mannschaft zusammen gehalten", erklärte Joshiko Saibou, was auch der Blick auf die Statistik beweist. Gleich fünf Spieler punkteten zweistellig. Siva kam auf 19 Zähler, Grigonis auf 18, Butterfield auf 15, Clifford und Sikma auf jeweils elf. Saibou: "Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Ulm."

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