Basketball

Alba wird sich strecken müssen

| Lesedauer: 2 Minuten
Theo Breiding
Albas Stefan Peno (l.) blockt den Ball. Seine Qualitäten werden auch gegen Oldenburg benötigt

Albas Stefan Peno (l.) blockt den Ball. Seine Qualitäten werden auch gegen Oldenburg benötigt

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Daniel Lakomski / picture alliance / Beautiful Spo

Alba Berlin muss im Spiel gegen Oldenburg ohne Radosavljevic und Clifford auskommen. Damit fehlen ausgerechnet die Längsten im Team.

Berlin.  Das Gastspiel der Oldenburger Baskets am Mittwoch in der Mercedes-Benz Arena (19 Uhr, Telekomsport) nur als Albas Generalprobe für große künftige Aufgaben zu sehen, wäre vermessen. Schließlich kommt der Vize-Meister und für Berlins Basketballteam gilt es zudem, gegen ein dichtes Verfolgerfeld Platz zwei in der Bundesliga zu verteidigen.

Andererseits ist aber auch schon das Pokal-Top-4 am kommenden Wochenende in Ulm, bei dem Alba am Sonnabend im Halbfinale auf Bayreuth trifft, ein wenig präsent. Zwei Siege dort brächten schließlich den ersten Titel in dieser Saison.

„Das wissen wir doch schon fast einen Monat lang, seit wir uns gegen Ludwigsburg für das Top 4 qualifiziert haben“, sagt Stefan Peno (20) und er blickt ungläubig angesichts des Gedankens, er und sein Team könnten nicht voll fokussiert in das Spiel gegen Oldenburg gehen.

Entzündete Sehne stoppt Clifford

Wie immer, gibt er zu verstehen, zähle nur das nächste Spiel, und: Der nächste Gegner sei der schwerste. Der serbische Nationalspieler muss schmunzeln, wissend, dass dieses Credo des Sports weit älter ist als er selbst, aber auch, weil es mal wieder den Nagel auf den Kopf trifft.

Denn Alba muss sich aufgrund von Verletzungen zum wiederholten Mal neu aufstellen. Dieses Mal bereiten die beiden Längsten im Team Sorgen. Nach dem Ausfall von Bogdan Radosavljevic, der wegen Problemen mit der Schulter schon bei den Siegen gegen Bamberg, bei Galatasaray Istanbul und in Jena fehlte, plagt jetzt Dennis Clifford – wie Radosavljevic 2,13 Meter groß – eine entzündete Sehne im Knie.

Vor allem Luke Sikma (2,03 Meter) und Niels Giffey (2,00) werden wie schon beim 99:89 am Sonnabend in Jena so tun müssen, als seien sie ein paar Zentimeter größer.

Gäste kommen mit zweitbester Wurfquote der Liga

„Bislang konnten wir trotz vieler Verletzungen in den letzten Monaten diese schwierigen Aufgaben lösen“, sagt Coach Aito Reneses nicht ganz ohne Stolz. Gegen Oldenburg und beim Top 4 gelte es jetzt, „von Spiel zu Spiel zumindest kleine Verbesserungen vorzunehmen“. Und die will Albas Trainer sicherlich zu allererst in der Verteidigung sehen.

Eine überragende Dreierquote wie in Jena (38 Versuche, 16 Treffer) wird gegen Oldenburg allein sicherlich nicht zum Sieg reichen. Werfen könne die Baskets nämlich selbst ganz gut: Sie haben mit 49,7 Prozent hinter Tabellenführer München die zweitbeste Wurfquote der Liga.