Basketball

Youngster Hundt muss in Würzburg Siva ersetzen

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Dietmar Wenck
Mittendrin statt nur dabei: Bennet Hundt (2.v.r.) von Alba Berlin im Spiel gegen Kuban Krasnodar

Mittendrin statt nur dabei: Bennet Hundt (2.v.r.) von Alba Berlin im Spiel gegen Kuban Krasnodar

Foto: Sport Moments/Gora / picture alliance / Sport Moments

Weil Albas Spielmacher Peyton Siva wegen einer Gehirnerschütterung ausfällt, muss der 19-jährige Bennet Hundt Verantwortung übernehmen.

Berlin.  Zuerst die gute Nachricht: Peyton Siva, der Spielmacher von Alba Berlin, wurde von den Fans für das Bundesliga-Allstar-Game am 13. Januar in Göttingen in die Startformation des internationalen Teams gewählt. Ein Zeichen dafür, dass die guten Leistungen des Amerikaners in dieser Saison vielen aufgefallen sind. Die schlechte Nachricht lautet jedoch: Noch kann niemand sagen, wann der 27-Jährige wieder Basketball spielt. Beim Bundesligaspiel am Sonnabend (18 Uhr, Telekomsport) in Würzburg ist er jedenfalls ebenso wie Niels Giffey (Daumenverletzung) nicht dabei. Eine Gehirnerschütterung setzt Siva vorerst außer Gefecht. Erst am Donnerstag kam er aus dem Krankenhaus.

Alba sieht sich in Würzburg nicht als Favorit

„Das macht unsere schwierige Aufgabe noch schwerer“, sagte Alba-Trainer Aito Reneses. Die Franken sind in dieser Saison unter ihrem Trainer Dirk Bauermann ein sehr ernsthafter Play-off-Anwärter und haben als einzige Mannschaft sowohl Meister Brose Bamberg als auch Tabellenführer Bayern München besiegt. Nach furiosem Start haben die Würzburger allerdings von ihren vergangenen sechs Bundesligaspielen fünf verloren. Umso mehr stehen sie unter Druck, den nächsten Favoriten zu schlagen. Obwohl Reneses sein Team nun gar nicht mehr in dieser Rolle sieht.

Im Eurocupspiel am Dienstag gegen Krasnodar, in dem Siva nach zwei Schlägen gegen den Kopf benommen ausgeschieden war, schickte der Coach den 19-jährigen Bennet Hundt ins Rennen, der gegen die Athleten aus Russland wie ein Junge wirkte, seinen Job jedoch ordentlich erledigte. „Junge Spieler kommen oft mit der Verantwortung nicht klar, die sie plötzlich tragen müssen. Aber Bennet hat keine Angst. Er hat es sehr gut gemacht und wird in Würzburg spielen“, kündigte Reneses an.

Seine Devise: Man muss zeigen, was man kann

Für Hundt, der hauptsächlich für Albas Kooperationspartner Lok Bernau in der dritten Liga spielt (durchschnittlich 27 Minuten/13 Punkte), doch fast immer beim Bundesligisten trainiert, wäre es sein dritter Bundesligaeinsatz als Profi. Vier Minuten durfte er gegen Erfurt ran, zweieinhalb gegen Bonn. In Würzburg dürften es deutlich mehr werden. „Ich freue mich über jedes Spiel, in dem ich dabei bin und lerne extrem viel bei Coach Aito“, sagte er. Er sei schon aufgeregt, auch wenn das bei ihm gar nicht so erscheint: „Man muss mutig sein und zeigen, was man kann. Ich versuche, meine Chance zu nutzen.“

( diw )