Basketball

Alba wahrt Siegesserien gegen Lieblingsgegner Gießen

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Dietmar Wenck
Dennis Clifford (l.) war Albas erfolgreichster Werfer

Dennis Clifford (l.) war Albas erfolgreichster Werfer

Foto: nordphoto / Ewert / picture alliance / nordphoto

Alba Berlin feiert mit dem 88:66 gegen Gießen gleich ein doppeltes Jubiläum und festigt damit den zweiten Platz in der Bundesliga.

Berlin.  Es gibt einen Gegner in der Bundesliga, gegen den tritt Alba Berlin liebend gern an. Die Gießen 46ers spielen nicht nur einen ansehnlichen Basketball, sie liefern vor allem regelmäßig die Punkte ab gegen das Team aus der Hauptstadt. Ob in der Mercedes-Benz Arena oder vorher in der Schmeling-Halle, egal mit welchem Trainer und welchen Spielern: Seit 1996 gab es in Berlin nie etwas für die Hessen zu gewinnen.

So siegte die Mannschaft von Trainer Aito Reneses auch diesmal mit 88:66 (52:34) und verteidigte Platz zwei in der Tabelle. Es war vor 9154 Fans in der Arena am Ostbahnhof der 25. Heimerfolg gegen Gießen in Folge. Und zugleich der 25. Sieg insgesamt gegen Gießen nacheinander seit 2003.

Alba gegen Gießen - der Fantalk
Alba gegen Gießen - der Fantalk

„Das Team hat einen guten Job gemacht“, sagte Albas Jung-Nationalspieler Joshiko Saibou und zu der nicht enden wollenden Serie: „Wirklich erklären kann man so etwas nicht.“ Die Berliner haben die knapp zweiwöchige Länderspielpause, in der Saibou seine ersten Erfahrungen im Nationaltrikot sammeln durfte, offenbar gut überstanden.

Die Berliner gewannen jedes Viertel

Von Beginn an setzten sie die Gießener enorm unter Druck. „Alba hat intensiver und aggressiver gespielt“, sagte 46ers-Trainer Ingo Freyer, als Spieler 1995 Korac-Cup-Sieger mit Alba, „und obwohl wir darauf vorbereitet waren, hatten wir dem in der ersten Hälfte zu wenig entgegenzusetzen.“

Und so dominierten die Gastgeber bis auf kleinere Pausen das Geschehen, gewannen jedes Viertel. Bereits nach drei Minuten lag Alba 12:2 vorn, bis zur Pause wuchs die Führung auf 18 Punkte, vor allem durch den immer wieder gut freigespielten Dennis Clifford (23 Punkte). Als der Amerikaner kurz nach der Halbzeit gar auf 61:36 erhöhte, war die Partie entschieden, obwohl die Gießener nie aufgaben.

Beste Berliner Werfer waren neben Clifford Spielmacher Peyton Siva (16) und Marius Grigonis (10). Aber worin in dieser Saison die besondere Alba-Stärke besteht, zeigt sich daran, dass alle zehn eingesetzten Spieler punkteten und zu längeren Einsatzzeiten kamen.