Zweiter Saisonsieg

Alba lässt Tübingen keine Chance

Alba feiert gegen die Tigers Tübingen den zweiten Saisonsieg. Die Berliner zeigen sich dabei gerade in der Defensive stark verbessert.

Albas Peyton Silva (r.) hat gegen den Tübinger Kris Richard alles im Blick

Albas Peyton Silva (r.) hat gegen den Tübinger Kris Richard alles im Blick

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Berlin.  Als kurz vor Schluss selbst Albas Jungspund Hendrik Drescher traf, huschte sogar Aito Garcia Reneses ein kurzes Lächeln übers Gesicht. Der sonst so stoische Trainer der Berliner Basketballer hatte den 17-Jährigen am Freitagabend zu Albas jüngstem Bundesligaspieler aller Zeiten gemacht und kassierte prompt den Dank. Dreipunktewurf, Treffer – Ekstase allenthalben.

Schief gehen konnte zu diesem Zeitpunkt ohnehin nichts mehr, denn Alba hatte die Partie gegen die überforderten Tigers aus Tübingen von der ersten bis zur letzten Minute dominiert. Am Ende stand ein mehr als souveränes 99:63 (51:28), das die enttäuschende Heimniederlage gegen Bremerhaven fast vergessen machte. "Wir hatten eine viel höhere Intensität in der Defensive", sagte Reneses (70), "das war der große Unterschied."

Die Schmach vom Montag hatte die Spieler mächtig gewurmt. Umso entschlossener schienen sie, diesmal alles besser zu machen. Das gelang: Alba begann konzentriert, verteidigte bissig und zwang die Tübinger so zu etlichen Ballverlusten. Mindestens genauso wichtig waren jedoch die Berliner Big Men in der Offensive, mit denen die Gäste heillos überfordert waren.

Zugang Butterfield meldet sich spielfähig

Dennis Clifford (17 Zähler) und Bogdan Radosavljevic (15) punkteten fast nach Belieben, bei den Gästen war Zugang Kristopher Richard bester Werfer (23). Und auch das Rebound-Duell entschied Alba mit 39:25 sehr deutlich für sich. So betrug der Vorsprung zur Halbzeit bereits beruhigende 23 Punkte.

Auch danach hatte Alba wenig Mühe, phasenweise durften sich die 7543 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena an ein besseres Trainingsspiel erinnert fühlen. Knackige Spielzüge, ein paar krachende Dunkings – mitunter zeigten die Berliner ziemlich ansehnlichen Basketball, allerdings ermöglicht von einem ziemlich harmlosen Gegner.

Und so blieb eine der wichtigsten Erkenntnisse, dass sich mit dem bislang verletzten Spencer Butterfield ein weiterer Zugang spielfähig meldete. Gegen Tübingen kam er auf knapp elf Einsatzminuten und sieben Punkte. Am Sonntag (15 Uhr) beim Mitteldeutschen BC kann er beweisen, dass er noch mehr drauf hat.

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