Basketball

Nationalspieler Giffey spielt bis 2019 für Alba

Die Berliner verlängern den Vertrag mit dem Flügelspieler. Obwohl dieser eine Reihe von Angeboten hatte, entschied er sich für die Heimat.

Schlüsselspieler: Niels Giffey

Schlüsselspieler: Niels Giffey

Foto: Sport Moments/Gora / picture alliance / Sport Moments

Berlin.  Niels Giffey bleibt bei Alba. Ein Coup des Berliner Basketballteams, der sich fast mit dem der Verpflichtung des Spaniers Alejandro "Aito" Garcia Reneses als neuem Cheftrainer vergleichen lässt. Dass der waschechte Berliner, in der deutschen Nationalmannschaft gesetzt, einer, der nicht nur punkten und verteidigen, sondern auch ein Team führen kann, von anderen Klubs umworben war, ist eher untertrieben. Er hätte ablösefrei gehen können und nicht wenige unkten, dass er das auch tun würde. Sie lagen falsch. Giffey unterschrieb am Montag einen Vertrag für zwei weitere Jahre bei Alba Berlin.

"Berlin ist meine Heimat und Alba der Klub, bei dem ich groß geworden bin", sagte der Flügelspieler, der beim BBC Köpenick und den Marzahner Bären die ersten Bälle auf den Korb warf und später über den früheren Kooperationspartner TuS Lichterfelde zu Alba kam. "Das Konzept der Spielerentwicklung mit Coach Aito an der Spitze hat mich überzeugt," erklärte Giffey. "Ich hoffe, mit ihm den nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu machen."

Neuer Trainer als wichtiger Überzeugungsfaktor

Dass Giffey in Albas Programm "groß geworden ist", wie er selbst und auch Sportdirektor Himar Ojeda sagen, ist zweifelsfrei richtig. Schließlich wurde er 2009 unter Henrik Rödl in der Nachwuchs-Bundesliga Meister. Mindestens ebenso prägend dürfte in der Karriere des 26-Jährigen jedoch gewesen sein, dass er mit den Huskies der University of Connecticut 2011 und 2014 die US-College-Meisterschaft gewann. Nach seinem zweiten Titel mit U-Conn widerstand er den Lockrufen aus Bamberg und unterschrieb für drei Jahre bei Alba zurück. In den kommenden beiden Spielzeiten, da ist sich Ojeda sicher, werde Giffey "von der nachgewiesenen Qualität und der langjährigen Erfahrung unseres Headcoaches Aito in der Spielerentwicklung profitieren".

Noch ist die Schar an Spielern, die Spaniens Trainerlegende Anfang August um sich versammeln kann, mit Giffey, Rückkehrer Joshiko Saibou und Bogdan Radosavljevic recht übersichtlich. Die Optionen für die Rückkehr von Peyton Siva, Malcolm Miller und Tony Gaffney laufen – wie auch Giffeys alter Vertrag – erfahrungsgemäß Ende Juni aus. Dass Giffeys Verbleib bislang oberste Priorität hatte, ist mehr als verständlich. Jetzt kümmert sich Alba um alles Weitere.

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