Basketball

Bamberg zeigt Alba seine Grenzen

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Theo Breiding
Gerald Robinson, hier gegen Bambergs Maodo Lo (l.), war in Bamberg mit 21 Punkten erneut Berlins bester Werfer

Gerald Robinson, hier gegen Bambergs Maodo Lo (l.), war in Bamberg mit 21 Punkten erneut Berlins bester Werfer

Foto: Hahn/Eibner-Pressefoto / imago/Eibner

Berlins Basketballteam kämpft noch immer um eine bessere Startposition ins Play-off.In Bamberg jedoch gab es einen herben Dämpfer.

Berlin.  Die klare 71:88-Niederlage von Alba Berlin bei Brose Bamberg war sicherlich eine Standortbestimmung, ein neuerlicher Rückschlag aber eher nicht. Beim Meister und Pokalsieger, der nach 30 Spielen in der Euroleague so langsam wieder zu Kräften zu kommen scheint, hätte sich am Ostersonntag wohl auch der Rest der nationalen Konkurrenz zumindest schwer getan.

Nur ein Sieg gegen die Top Vier

Eine Standortbestimmung für Alba war es insofern, weil sich erneut zeigte, dass die Mannschaft von Ahmet Caki von der Spitze der Basketball-Bundesliga ein gutes Stück entfernt ist. Gegen die Top Vier der Liga, Ulm (1.) , Bamberg (2.), FC Bayern (3.) und Bayreuth (4.) hat sie in neun Spielen, inklusive Pokal, nur das Heimspiel gegen Bayreuth denkbar knapp mit 77:76 gewonnen.

„Wir wollten gute Verteidigung spielen, keine einfachen Punkte zulassen und sehr physisch agieren und eigene Fehler vermeiden“, zog Albas Coach in Bamberg Bilanz. „Wir wollten uns gegen sie einfache Punkte erspielen, leider ist es uns aber nicht gelungen.“

Robinson glänzt erneut

Was die Zahlen deutlich belegen: Albas Mannschaft traf 37,7 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld, Bamberg 59,6 Prozent. Das Rebound-Duell gewannen die Gastgeber mit 34:24. Berlins verlässlichste Scorer Dragan Milosavljevic und Elmedin Kikanovic, der im Hinspiel im November noch auf 32 Punkte gekommen war, hatten am Ende sieben beziehungsweise fünf Zähler beigetragen, wurden so gut wie abgemeldet. Und zwar „mit stabiler und konsistenter Verteidigung. Wir haben uns an das Hinspiel erinnert, wo uns Kikanovic sehr weh getan hat“, sagte Bambergs Trainer Andrea Trinchieri. Nur gegen Gerald Robinson, der in seinem erst dritten Spiel für die Berliner mit 21 Punkten abermals Albas bester Mann war, habe sein Team „nicht so gut ausgesehen“.

Alba Berlins Ziel bleibt, noch vor dem Ende der Hauptrunde vom sechsten auf den fünften Tabellenplatz zu kommen, um im Play-off den Schwergewichten Ulm, Bamberg oder München zu entgehen. Diesen Rang belegen derzeit die Telekom Baskets Bonn, die am Ostermontag überraschend in Braunschweig verloren, aber im Falle einer Punktgleichheit den direkten Vergleich für sich entschieden haben. Die Rechnung ist klar: Die Bonner müssten ein weiteres Mal patzen, Alba hingegen in Bremerhaven, Frankfurt und zu Hause gegen Ludwigsburg gewinnen. Zumindest das müsste machbar sein.