Basketball

Alba unterliegt überraschend im Schlussspurt in Göttingen

Nach der vierten Ligapleite in Serie rutscht Alba auf Platz sechs ab. Beste Werfer waren Elmedin Kikanovic und Dragan Milosavljevic.

 Albas Cheftrainer Ahmet Caki gestikuliert am Spielfeldrand (Archivbild)

Albas Cheftrainer Ahmet Caki gestikuliert am Spielfeldrand (Archivbild)

Foto: Rainer Jensen / dpa

Ohne Scheu sprach Ismet Akpinar aus, wie die Situation beim achtmaligen deutschen Basketball-Meister ist. "Das sind Spiele, die man als Alba Berlin gewinnen muss", sagte der 21-jährige Spielmacher nach dem 76:81 (40:43) bei der BG Göttingen. Eigentlich sollte in der niedersächsischen Universitätsstadt Albas Negativserie enden, doch stattdessen setzte es die vierte Pleite in Folge in der Bundesliga. Wettbewerbsübergreifend war es sogar schon die achte in zehn Spielen.

Ihr Ziel, bis zum Ende der Punkterunde Anfang Mai noch Rang vier zu erreichen, können die Berliner in dieser Form ebenfalls abhaken. Nach fast zwei Wochen intensiver Vorbereitung auf Göttingen war Alba nie in der Lage, dem Tabellenzwölften sein Spiel aufzuzwingen. Die Führungen wechselten hin und her, weil die Berliner nicht gut verteidigten und zu viele Chancen liegen ließen. Auf der anderen Seite gestatteten sie ihrem Gegner 18 Offensivrebounds, das heißt: 18 neue Chancen nach vergebenen Würfen. Das ist alles andere als das Merkmal einer Spitzenmannschaft. Und es spricht auch nicht für bedingungslosen Kampfgeist als Team.

"Wir haben uns zu viele Fehler erlaubt", klagte Trainer Ahmet Caki, "außerdem haben wir zu viele Offensivrebounds abgegeben, und wir waren nicht gut in der Eins-gegen-eins-Verteidigung." Summa summarum zu viele Mängel, um ein Spiel zu gewinnen, selbst wenn es gegen eine Mannschaft geht, die weder mit dem Abstieg noch mit dem Erreichen des Play-off etwas zu tun hat.

Alba hatte immerhin mit dem Manko zu kämpfen, dass Spielmacher Peyton Siva (Adduktorenverletzung) noch fehlte und Routinier Tony Gaffney wegen einer Virusinfektion kaum zu Einsatzminuten kam. Dennoch hatten die Berliner ihre Siegchance, als Dragan Milosavljevic (16 Punkte) mit einem Dreier 53 Sekunden vor Schluss zur 76:74-Führung traf. Doch danach gelang Alba rein gar nichts mehr. Beste Berliner Werfer waren neben dem Kapitän Center Elmedin Kikanovic (24 Punkte) und der deutsche Nationalspieler Niels Giffey (11).

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