Basketball

Alba quält sich zum zehnten Ligasieg in Serie

Gegen die Gießen 46ers gelang den Berlinern am Sonntag mit einem schwer erkämpften 85:84 (43:39) der zehnte Sieg in Folge.

Bester Werfer bei Alba: Malcolm Miller

Bester Werfer bei Alba: Malcolm Miller

Foto: Wolfram Kastl / dpa

Erst sah es nach einem Spaziergang aus, dann aber waren die Gießen 46ers erst 1,8 Sekunden vor Ende der Partie niedergerungen. Mit dem 85:84 (43:39) musste sich Albas Basketballteam vor 8909 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena den zehnten Bundesliga-Sieg in Serie erzittern. Berlins bester Werfer war Malcolm Miller mit 15 Punkten. "Wir haben in den entscheidenden Momenten unsere Würfe getroffen, das ist das Wichtigste", sagte Niels Giffey. "Aber es war ein schlechtes Spiel. Wir haben uns zu sicher gefühlt". Wie Gießen zurückkam, habe ihn "überrascht".

Die Tradition, erst einmal in Rückstand zu geraten, setzte Alba auch gegen die 46ers fort. Allerdings nicht sehr lange. Das 2:7 (3.) war nur eine Momentaufnahme, weil die Berliner schnell in der Verteidigung und dann auch offensiv zulegten. Die 46ers warfen zumeist vergebens aus der Distanz, während Alba erfolgreicher aus Korbnähe attackierte. Vier Minuten später hieß es 18:9 (7.).

Mittwoch muss Alba in Malaga um das Viertelfinale kämpfen

Die Hessen wurden erst gefährlich, als Alba in der Defensive nachließ und sich die Ballverluste häuften, was etwa Mitte des zweiten Viertels passierte. Nach Peyton Sivas 36:23 (17.) erspielten sie sich mehrere freie Würfe und nach einem Dreier von der Mittellinie durch Skyler Bowlin mit der Pausensirene ging es nur noch mit 43:39 in die Halbzeit.

Die 46ers waren jetzt im Spiel, Alba lag schon bald mehrmals mit einem Punkt zurück (51:52/25.). Zwei Dreier von Malcolm Miller und einer von Engin Atsür reichten gerade mal zu einem 66:62 nach dem dritten Viertel. Nach zwei weiteren Dreiern von Dragan Milosavljevic und Tony Gaffney zum 81:73 (39.) kam Gießen abermals auf 81:80 und 85:84 (40.) heran. Erst als Milosavljevic 1,8 Sekunden vor dem Ende einen Freiwurf absichtlich daneben warf, um die Uhr weiterlaufen zu lassen, war der Jubiläumssieg erkämpft und erzittert.

Am Mittwoch tritt Alba in den Top 16 des Eurocups in Malaga (20.45 Uhr) an. Nur mit einem Sieg bleibt die Hoffnung auf das Viertelfinale intakt. Den direkten Vergleich für sich zu entscheiden, könnte am Ende ebenfalls helfen. Die Berliner verloren das Heimspiel 69:77.

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