Bundesliga

Alba beendet schwarze Serie in Ludwigsburg

Fünf lange Jahre hatte Alba Berlin nicht mehr bei den Schwaben gewonnen. Ein Rückkehrer war in Ludwigsburg der entscheidende Mann.

Die Alba-Profis Dominique Johnson ( l.) und Niels Giffey (r.) haben Gegner Tekele Cotton im Griff

Die Alba-Profis Dominique Johnson ( l.) und Niels Giffey (r.) haben Gegner Tekele Cotton im Griff

Foto: Hansjürgen Britsch / picture alliance / Pressefoto Ba

Ludwigsburg.  Was für ein bitterer Nachmittag, allerdings nicht, wie von vielen befürchtet für Alba, sondern für die MHP Riesen Ludwigsburg. Fünf Jahre hatten die Berliner nicht mehr bei den Schwaben gewonnen – diese schwarze Serie ist jetzt endlich mal vorbei. Die Mannschaft von Trainer Ahmet Caki besiegte den Angstgegner in dessen eigener Halle nach sehr gutem Start und später hartem Kampf mit 79:73 (37:29).

Die zweite gute Nachricht: Malcom Miller bestritt nach seinem Handbruch überraschend sein erstes Pflichtspiel und zeigte mit seiner unglaublichen Athletik (zwei krachende Dunkings, drei Blocks, sieben Punkte), wie sehr er seinem Team gefehlt hatte.

Seit er 2014 zurück zu Alba kam, habe er „in und gegen Ludwigsburg nur schlechte Erfahrungen gemacht“, strahlte Niels Giffey, der mit 18 Punkten bester Werfer der Berliner war. Aber damit sei es ja nun vorbei. Nach „dem Auf und Ab“ der ersten Bundesliga-Wochen war das „ein ganz wichtiger Sieg“.

Die Berliner verloren die Ruhe, aber nicht die Führung

Selbst, wenn man einräumt, dass die Gastgeber vor allem anfangs nicht gerade glänzten, war deutlich zu sehen, das Albas Team eine Woche Zeit hatte, an den bisherigen Schwächen zu arbeiten. Anders als nach den Statistiken der Spiele zuvor zu erwarten, hatten die Gastgeber deutlich mehr Ballverluste (18) als die Berliner (elf), die anfangs auch wichtige Rebounds holten. Der frühe 3:4-Rückstand (2.) war schnell vergessen, wenig später führten die Berliner erst mit 10:6 (6.), dann sogar durch Giffeys zweiten Dreier 21:8 (9.).

Gleich zu Beginn des zweiten Viertels drohte den Ludwigsburger nach zwei Dreiern von Engin Atsür und einem von Peyton Siva zum 30:12 (12.) ein Desaster. Aber die Mannschaft, die sich damit rühmt, den Gegnern eine „40-Minuten-Hölle“ zu bereiten, wurde aggressiver, die Partie damit ruppiger und seine Mannschaft „verlor die Ruhe“, wie Albas Geschäftsführer Marco Baldi beobachten musste.

Aber die Berliner, vor allem angeführt von Giffey und Atsür (16 Punkte) ließen sich von der giftigen Atmosphäre nur phasenweise beeindrucken. Zweimal führte Cakis Team nur noch mit einem Punkt, 41:40 (23.) und 55:54 (30.), behielt aber in beiden Situationen die Nerven und brachte den so wichtigen Auswärtssieg ins Ziel. Der Blick in der Tabelle geht jetzt wieder nach oben.