Basketball

Da hilft einfach nur Training

Alba will Pause in der Basketball-Liga nutzen, um sowhl im Angriff als auch in der Abwehr noch besser zusammenzuwachsen.

Alba Berlin Trainer Ahmet Caki instruiert seine Spieler

Alba Berlin Trainer Ahmet Caki instruiert seine Spieler

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Berlin.  „Das war jetzt ganz schön lang“, staunte Ahmet Caki am Freitag nach seinem Kommentar zum knappen 81:77 gegen Phoenix Hagen über sich selbst. Dabei war der gar nicht übermäßig ausführlich. Albas Coach war jedoch sichtlich erleichtert, dass nach dem Euro-Krimi mit zwei Verlängerungen gegen Vilnius nicht die kalte Dusche einer Niederlage gegen den insolventen Tabellenletzten der Bundesliga über ihn hereingebrochen war. So ließ sich nicht nur etwas befreiter das zurückliegende Spiel einordnen, sondern auch optimistisch in die Zukunft blicken. Caki und seine Mannschaft haben bis zum Spiel am 13. November in Ludwigsburg endlich Zeit, nach der ultraknappen Vorbereitung intensiv zu trainieren.

Caki konnte auch gleich an Beispielen aus der aktuellen Partie erklären, was zu tun ist. Sein Team habe Hagen erst gut kontrolliert, dann aber nach Ballverlusten leichte Punkte des Gegners zugelassen, die das Spiel noch mal knapp werden ließen. Verbesserungswürdig sei die „Transition Defense“, was in etwa bedeutet, dass sein Team nach Fehlwürfen und Ballverlusten schneller zu einer defensiven Ordnung finden soll. „Und wir werden auch daran arbeiten, im Angriff als Team besser zusammen zu spielen“, ergänzte der Coach.

Miller geht es wieder gut

Die längere Pause wäre natürlich ideal, Malcolm Miller, der sich gegen Ende der Vorbereitung in Istanbul die Hand gebrochen hatte, wieder in die Mannschaft zu integrieren. Kein Verband mehr, er dribbelt und wirft, allerdings noch für sich allein. „Alles ist sehr gut verheilt, und von der Kraft und der Beweglichkeit her mache ich täglich Fortschritte“, sagt der 23-Jährige, von dem sich Alba mehr Durchsetzungsvermögen in Korbnähe verspricht.

Genau dort allerdings geht es auch am härtesten zur Sache, „und noch habe ich nicht mit vollem Kontakt mit dem Team trainiert. Es macht auch keinen Sinn, ein Risiko einzugehen.“ Albas Pech, dass sich nach Miller auch noch Tony Gaffney die Hand brach, gibt also weiterhin Tim Schneider (19) die Chance, sich zu profilieren. Gegen Hagen absolvierte er seine ersten fünf Bundesliga-Minuten.