Basketball

Alba Berlin siegt im Europacup-Krimi gegen Vilnius

Der Hauptstadtclub besiegte vor 7122 Zuschauern in heimischer Halle Lietuvos Rytas Vilnius nach zweimaliger Verlängerung.

ALBA-Fantalk mit Ismet Akpinar und Elmedin Kikanovic

Alba Fantalk nach dem 124:115 Sieg gegen Vilnius. Die Spieler Ismet Akpinar und Elmedin Kikanovic stellen sich den Fragen.

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Berlin. Alba Berlin hat die Tür zu den Top 16 im Eurocup mit dem dritten Sieg im vierten Spiel weit aufgestoßen. Das Team von Ahmet Caki kämpfte vor 7122 Zuschauern – darunter Band-Mitglieder der „Red Hot Chili Peppers“ – in der Mercedes-Benz Arena Lietuvos Rytas Vilnius aus Litauen in einem Krimi nach zwei Verlängerungen mit 124:115 (103:103, 92:92, 45:44) nieder. „Ein geiles Spiel“, strahlte Niels Giffey, „und ein wichtiger Sieg.“ Engin Atsür war auch erleichtert: „Ein typisches Euro-Spiel“, fand er, „beide hätten gewinnen können, aber wir haben gekämpft wie bislang nur selten in dieser Saison.“

26 Sekunden vor Ende noch in Führung

Stimmt. Von Beginn an war zu sehen, dass sich Albas Team vorgenommen hatte, vor allem in der Defense deutlich zuzulegen. Die Mannschaft flog verlorenen Bällen hinterher, holte Rebounds, kam zu Ballgewinnen und führte nach einer kleinen Offensivflaute von 12:19 (7. Minute) durch Dominique Johnson erstmals 25:23 (12.). In der Folge ließen die Gastgeber bis zur Halbzeit maximal ein Remis, konnten sich aber nicht absetzen – 45:44 zur Halbzeit.

Das Spiel blieb eng, auch das Team aus Vilnius, das nach zwei Niederlagen zuvor dringend einen Sieg brauchte, ging an seine Grenzen. Nach dem 74:83 (36.) brachte Johnson Alba 26 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit mit 92:91 in Führung, Vilnius erzwang jedoch noch die Verlängerung. Auch da sah es noch zwölf Sekunden vor der Sirene nach Korb von Peyton Siva nach einer Erlösung für Albas Team und die Fans aus, die Entscheidung wurde jedoch abermals vertagt (103:103). Die brachte erst der zweite fünfminütige Extradurchgang, in dem Siva, Dragan Milosavljevic und Niels Giffey den Krimi beendeten.

Nächster Gegner ist Hagen

Bester Werfer war abermals Elmedin Kikanovic mit 33 Punkten, Johnson kam auf 24, und der vor allem in den Verlängerungen überragende Siva auf 23 Zähler. Bei den Litauern kamen David Logan, der in der Saison 2013/2014 noch für Alba auflief und von den Fans mit freundlichem Applaus empfangen worden war, Deividas Gailius und Corey Fischer auf jeweils 23 Punkte.

Das Eurocup-Heimspiel am vergangenen Mittwoch gegen Topfavorit Khimki Moskau (72:102) habe sein Team „nach einer ganz schlechten Leistung verloren“, sagte Coach Caki. Heute sei seine Mannschaft viel besser gewesen, hätte nach einigen Fehlern aber dennoch verlieren können. Sein Team müsse „bereit sein, auch dann im Spiel zu bleiben und das sei ihm heute gelungen. Wir sind noch mal zurück gekommen, damit bin ich zufrieden. Mit den Fehlern aber natürlich nicht.“

Am Freitag geht es schon in der Bundesliga weiter, da wird Phoenix Hagen, noch sieglos und wegen eines Insolvenzantrages mit vier Minuspunkten auf dem Konto, in der Mercedes-Benz Arena (20.30 Uhr) zu Gast sein.