Basketball

Alba besucht die alten Meister

Beim Bundesligaspiel in Jena feiert Alba am Freitag ein Wiedersehen mit seinen einstigen Stars Immanuel McElroy und Julius Jenkins.

Bundesliga-Veteran Immanuel McElroy steht in seiner zwölften Saison

Bundesliga-Veteran Immanuel McElroy steht in seiner zwölften Saison

Foto: imago sport / imago/osnapix

Berlin.  Der eine hatte seine Rastalocken zu einem Zopf gebunden und war mit seinem Zug zum Korb genauso gefährlich wie mit seinen Distanzwürfen. Der andere hatte seinen Kopf kahl geschoren und lächelte selten, war über Jahre hinweg ganz einfach der beste Defensivspieler der Bundesliga.

Bester Spieler und bester Verteidiger der Liga

Vor achteinhalb Jahren hatten sich die Wege von Julius Jenkins, mittlerweile auch Kurzhaarträger, und Immanuel McElroy in Berlin gekreuzt, wovon beide und vor allem Alba extrem profitierten. Jenkins wurde damals zum besten Spieler und McElroy zum besten Verteidiger der Bundesliga gekürt. Der noch größere Erfolg jedoch: Die Berliner wurden 2008 zum vorläufig letzten Mal deutscher Basketballmeister.

Mittlerweile sind beide Profis in gesetzterem Alter, „JJ“ 35 und „iMac“ 36 Jahre. Beide spielen noch - und zwar neuerdings wieder zusammen. Nach Stationen in Bamberg, Oldenburg und Podgorica (Jenkins) sowie Braunschweig (McElroy) empfangen sie mit Aufsteiger Jena am Freitag (20.30 Uhr) ihren Ex-Klub Alba Berlin.

Giffey durfte mit den Stars trainieren

Während Niels Giffey damals mit gerade mal 16 Jahren ab und zu bei Alba an der Seite der beiden Stars trainieren durfte, wird Akeem Vargas (26) den Veteranen erstmals auf dem Parkett gegenüber stehen. Worauf er sich riesig freue, sagt er: „Jenkins ist seit jeher einer meiner Lieblingsspieler, McElroy ja immer eher unscheinbar, aber unglaublich effektiv.“

Jena verlor das Auftaktspiel dieser Saison nach dem erneuten Aufstieg in die Bundesliga nach 2007 in Gießen mit 76:86. Nach der Videoanalyse der Partie erklärt Albas neuer Coach Ahmet Caki: „Jena spielt sehr aggressiv, macht viel Druck“, und im ersten Heimspiel werde die Mannschaft bestimmt „doppelt motiviert zur Sache gehen“.

Auch Rivera und Bernard sind Liga-Veteranen

Ob es hilft, bleibt aber fraglich, denn Caki ist „zuversichtlich, dass wir weniger Fehler machen werden“ als noch zuletzt gegen Bonn. Zudem habe Jena mit Filiberto Rivera (34) und Wayne Bernard ( 35) „noch zwei weitere sehr erfahrene Spieler“, fügt Vargas hinzu. Auch sie seien ja eher betagt, da empfehle es sich, „das Tempo hoch zu halten“.