Basketball

Alba braucht schon am Mittwoch die große Trendwende

Nach der klaren Niederlage gegen Frankfurt blicken die Berliner gespannt auf das zweite Spiel. Immerhin sind die Schwächen erkannt.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Berlin.  Wenn es stimmt, dass es eine Frage des Willens ist, Rebounds zu holen und sich damit nach Fehlwürfen den Ballbesitz zu sichern, kann man dem Basketballteam von Alba Berlin mangelnden Einsatz nicht vorwerfen.

Bei der klaren 64:83-Niederlage gewannen sie im ersten Spiel der „Best-of-five“-Serie des Viertelfinales zur Deutschen Meisterschaft das Duell unter den Brettern bei den Frankfurt Skyliners mit 34:26. Allein 16 Mal erkämpfte sich das Team von Sasa Obradovic unter dem fremden Korb zweite Chancen. Das große Problem nur: Die blieben zu oft ungenutzt.

„Die Höhe der Niederlage sagt gar nichts“

Es klemmt also noch immer in Albas Offensive, was allein schon die 22 Ballverluste belegen, und den Berlinern läuft die Zeit weg. Schon am Mittwoch muss es in Spiel zwei (19.30 Uhr, Schmeling-Halle) den Umschwung geben, sonst könnte die Saison schon am Sonnabend nach Spiel drei in Frankfurt zu Ende sein.

„Die Höhe der Niederlage bedeutet gar nichts“, meinte Manager Marco Baldi. Ihn störe viel mehr, dass die Seinen so zögerlich spielten, während die Skyliners mit breiter Brust auftraten.

Die Statistik zeigt klar, was die Berliner derzeit von den Hessen unterscheidet. Die Frankfurter spielten 17 Pässe, die unmittelbar zu Punkten führten, Alba neun. Das Vertrauen in den eigenen Wurf dokumentiert die Dreier-Bilanz: 13 Treffer bei 28 Versuchen (46,4 Prozent stehen fünf Alba-Treffer bei 17 Versuchen (29,4 Prozent) gegenüber.

Alba und die Angst vor Fehlern

Den Kollegen erst frei- und dann anspielen – und der wirft beherzt drauf, genau das läuft bei den Frankfurtern derzeit um Klassen besser. Wobei sich wie schon bei Albas klarer Heimniederlage gegen die Frankfurter zwei Wochen zuvor (64:80) der Spielmacher der Skyliners, Jordan Theodore, mit 19 Punkten, vier Assists und vier Steals besonders hervortat. Allerdings verletzte sich der Amerikaner in der Schlussphase an der Wurfhand und ging mit einer dicken Bandage auf die Ehrenrunde. Ob er am Mittwoch im zweiten Duell zur Verfügung steht, ist noch unklar.

Nach dem Gewinn des Fiba Europe Cups seien die Frankfurter, die jetzt auch ihre Saisonziele nach oben korrigierten und von der Meisterschaft reden, voller Selbstvertrauen und hätten „keine Angst davor, Fehler zu machen. Wir sind genau das Gegenteil“, musste Obradovic nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen eingestehen.

„Aber es war nur das erste Spiel. Das müssen wir jetzt vergessen und im nächsten Spiel konzentrierter auftreten.“ Das wird auch nötig sein, denn sein Frankfurter Gegenüber Gordon Herbert fordert ebenfalls: „Es war nur Spiel eins, in Spiel zwei müssen wir noch ein wenig besser spielen.“