Basketball

Kurz vor Play-off-Start sorgt sich nur Alba nicht um Alba

Die Berliner wissen, warum sie gegen die Frankfurt Skyliners deutlich verloren haben, sehen aber keinen Grund zur Panik.

Zweikampf zwischen Jordan Theodore (Fraport Skyliners Frankfurt) und Albas Robert Lowery. Die Skyliners erteilten den Berlinern am Sonntag eine Lektion

Zweikampf zwischen Jordan Theodore (Fraport Skyliners Frankfurt) und Albas Robert Lowery. Die Skyliners erteilten den Berlinern am Sonntag eine Lektion

Foto: Buthmann /Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin.  Erfolgserlebnisse, mit denen sich Selbstvertrauen aufbauen lässt, sehen anders aus. Alba Berlins 64:80-Niederlage in eigener Halle gegen die Frankfurt Skyliners gibt eher Anlass zur Sorge.

In zwei Wochen startet in der Basketball-Bundesliga das Play-off um die Deutsche Meisterschaft. Da stellt sich die Frage, ob die Zeit reicht, alle Mängel noch abzustellen, die gegen Frankfurt sichtbar waren.

„Dass sich viele diese Frage stellen, kann ich verstehen“, sagte Albas Geschäftsführer Marco Baldi. Das sei auch völlig legitim, nur nicht für sein Team. „Wir haben kein mannschaftliches Spiel zusammen bekommen“, erkannte der Manager, „daran müssen wir arbeiten, und das werden wir hinkriegen, da bin ich mir sicher.“

Aus der Krise nicht befreit

Auch Sportdirektor Himar Ojeda sieht „keinen Grund zur Panik. Wir hatten Probleme in der Offensive“, erklärte er. „Den Frankfurtern war es gelungen, uns aus unseren Positionen zu drängen. Darauf haben wir schlecht reagiert.“ Und zwar mit Einzelaktionen und schlechten Pässen.

Basketball ist ein Spiel der Krisen. Spitzenreiter Bamberg lag am Sonntag zur gleichen Zeit beim Tabellenzweiten, dem FC Bayern, eigentlich aussichtslos mit 17 Punkten zurück, gewann schließlich aber doch noch mit 97:90 nach Verlängerung.

Alba spielte gegen Frankfurt anfangs wie aus einem Guss und lag mit 18:5 (7.) in Führung. Bamberg in München und auch die Skyliners in Berlin befreiten sich aus den jeweiligen Krisen, Albas Team, als es die Führung Anfang des zweiten Viertels eingebüßt hatte, nicht.

„Wir haben unser Selbstvertrauen verloren“

„Wir haben unser Selbstvertrauen verloren“, das sah nicht nur Ojeda, das sahen auch die sichtlich enttäuschten 10.985 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena. „Das müssen wir unbedingt abstellen, weiter arbeiten und an unserem Spiel festhalten, auch wenn wir nicht treffen.“

Die Frage bleibt, ob sich das in den zwei Wochen bis zur ersten „Best of five“-Serie im Viertelfinale bewerkstelligen lässt. Ojeda antwortet mit einem bestimmten „Ja. Wir haben doch schon bewiesen, dass wir gegen die Besten bestehen können, beispielsweise beim Pokal-Top-4 in München.“

Zudem habe seine Mannschaft am Freitag in Bamberg (20 Uhr) und kommenden Sonntag zu Hause gegen Gießen (17 Uhr) noch zwei Spiele, um in den Play-off-Modus umzuschalten.