Basketball

Skyliners sind für Alba der große Play-off-Test

Frankfurts Team ist derzeit in Topform. Die beiden bisherigen Duelle dieser Saison entschieden allerdings die Berliner für sich.

Das Duell der Jordans: Albas Jordan Taylor (l.) gegen Frankfurts Jordan Theodore wird das Spiel der Berliner gegen die Skyliners mit entscheiden

Das Duell der Jordans: Albas Jordan Taylor (l.) gegen Frankfurts Jordan Theodore wird das Spiel der Berliner gegen die Skyliners mit entscheiden

Foto: Buthmann /Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin.  Am Abend wird das Basketballteam von Alba Berlin wissen, wo es zwei Wochen vor dem Play-off-Start steht. Denn mit den Frankfurt Skyliners kommt am Sonntag das Team der Stunde in die Mercedes-Benz Arena (17 Uhr).

Die Frankfurter sind Tabellendritter, nachdem sie am Freitag den Höhenflug der Oldenburger Baskets mit zuvor zwölf Siegen in Folge stoppten. Dieser souveräne Erfolg (78:63) lässt sich noch ein wenig besser einordnen, wenn man sich an das vergangene Wochenende erinnert, an dem Oldenburg seinerseits dem besten Team der Liga, Bamberg, nach 20 Siegen am Stück die erste Niederlage beigebracht hatte. „Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben starken Einsatz gezeigt“, sagte Frankfurts Gordon Herbert sogar noch, der 2012 nach nur einer Saison als Albas Cheftrainer von Sasa Obradovic abgelöst wurde.

Alba sucht noch Kontinuität

Frankfurt ist also heiß und kann ebenfalls auf zwei eindrucksvolle Serien verweisen. Das Team steht kommendes Wochenende im Final Four des drittklassigen Europe Cups, in dem es in dieser Saison 15 Spiele in Folge gewann. Der Erfolg gegen Oldenburg war zudem der zwölfte Sieg in eigener Halle in Serie, der Heimvorteil im Viertelfinale ist gesichert. Die Gäste werden „vor Selbstvertrauen kaum laufen können“, vermutet Albas Geschäftsführer Marco Baldi.

Seine Mannschaft, die seit knapp zwei Wochen alle Spieler wieder an Bord hat, die es im Play-off richten sollen, sucht eher noch Konstanz und Rhythmus. Dabei war das 82:78 am Freitag in Bayreuth sicherlich hilfreich, mit einem Sieg gegen die Skyliners hingegen könne man eine landesweit beachtete „Duftmarke setzen“ (Baldi).

Berliner brauchen dringend einen Sieg

Albas Coach geht diese Aufgabe mit größtem Respekt an. „Frankfurt spielt vielleicht den am besten organisierten Basketball in der Liga“, erkärt Obradovic. Das Team, in dem sich auch junge Deutsche wie Jens Voigtmann, Danilo Barthel oder Konstantin Klein zu festen Größen entwickelten, „profitiere jetzt davon, dass alle Spieler über die Jahre ihre Rollen verstanden haben und wissen, was der Coach und die Mitspieler von ihnen erwarten“. Was Frankfurt aber keinesfalls unschlagbar macht, wie Alba bereits bewies. Auswärts in der Liga, bevor die Zwölf-Siege-Serie der Skyliners begann, und im Pokalhalbfinale.

Obradovics Team muss einen dritten Coup landen, um die letzte Chance auf Platz vier oder fünf zu wahren. Es müsste allerdings noch ein Patzer der Konkurrenz hinzukommen.