Trainerfrage

Alba-Trainer Obradovic ignoriert die Spekulationen

Der Lette Ainars Bagatskis wird schon als Nachfolger des Serben bei Alba gehandelt. Doch Obradovic hat noch eine Mission zu erfüllen.

Sasa Obradovic ist seit 2012 Trainer bei Alba Berlin

Sasa Obradovic ist seit 2012 Trainer bei Alba Berlin

Foto: Gregor Fischer / dpa

Berlin.  Wenn sich Alba Berlins Basketballteam an Freitag mit einem Sieg in Bayreuth weiter in Play-off-Form bringen will, ist der Planungshorizont des Trainers der Gastgeber recht überschaubar. Denn Geschäftsführung und Aufsichtsrat hatten dem 50-jährigen Michael Koch unter der Woche mitgeteilt, dass sein Vertrag über diese Saison hinaus nicht verlängert würde.

Koch habe „sowohl als Spieler als auch als Trainer die Bayreuther Basketballhistorie entscheidend mitgeprägt“, sagte Geschäftsführer Philipp Galewski. Warme Worte, kurzer Abschied.

Von Alba war bezüglich der Zukunft von Coach Sasa Obradovic nichts dergleichen zu hören. Der Vertrag des Serben läuft ebenfalls im Sommer aus. Darüber, ob er bleiben wird oder nicht, lässt sich wohl noch geraume Zeit spekulieren. Die Zeit für erste Gerüchte scheint allerdings, vier Spieltage vor Ende der Bundesliga-Hauptrunde und dem Beginn des Play-off, jetzt schon gekommen zu sein.

Es ist die Zeit der Blendraketen

So meldeten diffuse Quellen, dass Alba den Letten Ainars Bagatskis verpflichten möchte. Der 49-Jährige ist seit 2010 Nationaltrainer seines Heimatlandes und außerdem seit 2014 beim BC Nischni Nowgorod in Russland tätig.

Sicherlich ein guter Mann, aber heißt das, dass Obradovic geht? Heißt das, dass, wenn er geht, Bagatskis auch wirklich kommt? Mit „Ja“, „Nein“ und „Vielleicht“ liegt man bei der Beantwortung dieser Fragen, zumindest derzeit noch, goldrichtig.

Denn es ist auch denkbar, dass Bagatskis eigentlich in eine ganz andere Richtung will, ein angebliches Angebot eines angesehenen Klubs wie Alba seinen Marktwert aber deutlich erhöhen würde. Eine bewährte Herangehensweise der Spieler- und Trainer-Vermittler. Naht der Mai, kommt alljährlich auch die Zeit der ersten Blendraketen.

Zusammenspiel soll verbessert werden

Obradovic erinnert daran, wo er angeblich schon überall unterschrieben hatte, bevor er 2014 in Berlin für zwei weitere Jahre verlängerte. „Gerüchte dieser Art kommen doch jedes Jahr. Ich habe schon längst aufgehört, darüber nachzudenken.“ Sagt’s und blickt aufs Wochenende.

„Natürlich fahren wir nach Bayreuth, um zu gewinnen“, sagt Albas Coach. „Aber noch wichtiger ist für uns, dass wir dort in unserem Zusammenspiel einen weiteren Schritt nach vorn machen.“

Was hilfreich wäre, denn am Sonntag kommt mit Frankfurt eines der Überraschungsteams der Saison in die Mercedes-Benz Arena.