Basketball

Alba Berlin erreicht durch Sieg über Crailsheim das Play-off

Mit Rückkehrer Rob Lowery, aber ohne die gesperrten Kresimir Loncar und Will Cherry besiegte Alba das Schlusslicht souverän.

Rob Lowery kehrte nach seiner Bänderverletzung ins Team zurück

Rob Lowery kehrte nach seiner Bänderverletzung ins Team zurück

Foto: nph / Ewert / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Ein Arbeitssieg, der Planungssicherheit bringt: Alba Berlin bezwang am fünftletzten Spieltag der Hauptrunde der Basketball-Bundesliga die Crailsheim Merlins vor 10.111 Zuschauern mit 90:68 (44:32) und qualifizierte sich damit fürs Play-off. Da Gießen in Ulm 71:87 verlor, ist den Berlinern der Einzug ins Viertelfinale nicht mehr zu nehmen.

Alba musste ohne Kresimir Loncar und Will Cherry auskommen, die nach der Rangelei am Spieltag zuvor gegen Bonn für diese Partie gesperrt waren. Dafür war Rob Lowery dabei, der sich Ende Februar im Pokalhalbfinale eine Bänderverletzung im Fuß zugezogen hatte.

Mit seinem Comeback konnte Cherrys Fehlen ein wenig kompensiert werden. „Ich trainiere wirklich gern, aber zu spielen ist noch mal ganz was anderes“, strahlte der Rückkehrer. „Ich hatte erst zweimal mit dem Team trainiert. Noch ein paar Einheiten mehr und ich bin wieder 100 Prozent fit.“

Warum Albas Offensive ins Stocken geriet

Lowery erhöhte mit seinen ersten Punkten nach knapp zwei Monaten Albas Führung auf 11:7 (5.), Elmedin Kikanovic und Ismet Akpinar legten zum 16:7 nach. Dann geriet Albas Offensive ins Stocken. Zum einen, weil das Team von Coach Sasa Obradovic nicht traf, zum anderen zeigten die Merlins als Tabellenletzter trotz zuletzt 14 Niederlagen in Serie ein gutes Spiel.

Der beherzte Auftritt reichte zur Schadensbegrenzung, mit Ende des ersten Viertels (25:19) besserte sich Albas Trefferquote. Erneut durch Lowery und Kikanovic, dann aber vor allem dank Jordan Taylor, der die Berliner Führung mit zwei schnellen Distanzwürfen bald komfortabel werden ließ.

Keine Wutausbürche von Obradovic

Dass die Gäste nochmals verkürzen konnten, lag dieses Mal sowohl an erneuten Mängeln in der Offensive, aber auch an Abstimmungsproblemen in der Abwehr. Erstaunlicherweise blieb Obradovic an der Seitenlinie verhältnismäßig ruhig, keine Wutausbrüche, hier und da lediglich ein Abwinken. Möglicherweise hatte er es nicht anders erwartet.

Will und Cherry raus, Lowery rein – wieder mal hatte Albas Coach ein stark verändertes Team aufbieten müssen. Vielleicht besänftigte ihn aber, dass seine Mannschaft durchgängig bissig agierte.

Ein 11:0-Lauf zum 62:45 (29.), bei dem sich Kikanovic und Taylor hervortaten, die mit 23 beziehungsweise 20 Punkten Albas beste Werfer waren, beendete die Hoffnungen der Merlins, zwei unerwartete Punkte gegen den Abstieg zu holen. Noch aber ist deren Chance auf den Klassenerhalt intakt. Taylors Fazit: „Es war zwar ein Auf und Ab, aber ich bin erleichtert, dass wir im Play-off sind.“