Kranjska Gora

Trainingslager wird für die Albatrosse „bestimmt nicht nett”

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Zweieinhalb Wochen Trainingslager stehen den Spielern von Alba Berlin in Slowenien bevor - bestimmt keine entspannte Zeit.

Den Spielern von Basketball-Bundesligist Alba Berlin stehen zweieinhalb harte Wochen bevor. Die Hauptstädter fahren ins Trainingslager in die slowenischen Berge nach Kranjska Gora. Am Alpen-Panorama werden sich die Profis aber nicht erfreuen können. „Das wird bestimmt nicht nett dort. Der Trainer wird uns hart ran nehmen“, weiß Spielmacher DaShaun Wood.

Chefcoach Sasa Obradovic will dem umgebauten Alba-Team mit fünf Neuzugängen seine Taktik näher bringen und es vor allem körperlich in einen wettbewerbsfähigen Zustand trimmen. „Im Trainingslager legen wir die Basis für die gesamte Saison. Das ist eine sehr wichtige Phase“, betonte der Serbe am Mittwoch vor der Abfahrt nach Slowenien.

13 Spieler, darunter sechs aus der eigenen Jugend, fahren mit. Nicht dabei sind Neuzugang Nihad Djedovic und Heiko Schaffartzik. Beide spielen mit ihren Nationalteams in der EM-Qualifikation.

„Das ist hart, dass die beiden fehlen. Gerade jetzt, wo wir uns als Team finden wollen“, ärgerte sich Obradovic. Neben Taktik und Fitness will er im Trainingslager auch „an der Teamchemie arbeiten“. Der soziale Aspekt sei sehr wichtig, erklärte der 44-Jährige, der sich allerdings keine teambildenden Maßnahmen überlegt hat. „Das kommt spontan und hängt davon ab, ob die Spieler überhaupt noch dazu in der Lage sind“, sagte er mit einem breiten Grinsen.

Der frühere Alba-Spieler gilt als harter Coach. Er lässt keinen Zweifel aufkommen, was für ihn über allem steht: „Disziplin ist sehr wichtig. Jeder Spieler muss seine Rolle kennen.“

Eine interessante Konstellation hat Alba dieses Spieljahr auf der Spielmacher-Position. Obradovic hat gleich drei Akteure hierfür zur Verfügung: Zu Schaffartzik und Wood kommt noch Neuling Vule Avdalovic. „Ich mag es, mit zwei Spielmachern gleichzeitig zu spielen“, meinte der Coach. US-Boy Wood befürchtet nicht, dass er deshalb häufiger auf die Bank muss, als ihm lieb ist: „Einige Teams haben nur einen Spielmacher, wir haben gleich drei. Das ist ein Vorteil weil wir so mehrere Stile spielen können und schwerer auszurechnen sind.“

Den offiziellen Saisonauftakt bestreiten die Berliner am 15. September mit einem Testmatch gegen den FC Bayern. Wie Alba am Mittwoch verkündete, wird es im Rahmen der Partie gegen den Ligarivalen aus München in der o2 World auch eine ausführliche Fragerunde mit den Spielern und ein Treffen mit den Fans geben.

( dpa/nbo )