Basketball-Bundesliga

Alba gewinnt Verlängerungskrimi gegen Frankfurt

Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat seine Siegesserie fortgesetzt. Der Vizemeister gewann am Sonnabend gegen die Skyliners Frankfurt in einem nervenaufreibenden Match mit 70:66 nach Verlängerung.

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Als Heiko Schaffartzik sechs Sekunden vor Ende der Verlängerung zwei Freiwürfe ganz cool verwandelte, glich die O* World einem Tollhaus. Das 70:66 (63:63, 37:27) stand fest in einem Zitterspiel gegen die Frankfurt Skyliners, das die Zuschauer so schnell nicht vergessen werden. Und alle jubelten Schaffartzik zu, dem „Spieler des Abends“, der als bester Berliner Werfer 18 Punkte erzielte.

Alba hatte gleich seine Probleme mit der Abwehr der Frankfurter. Kein Wunder, schließlich ist die Mannschaft des ehemaligen Alba-Trainers Muli Katzurin (wurde mit viel Beifall empfangen) mit knapp 69 kassierten Punkten im Schnitt das zweitbeste Team im Bereich Defensive. Zuletzt hatten das Bayern München und Meister Bamberg zu spüren bekommen. Aber nach einigen Minuten hatten die Berliner das richtige Mittel gefunden: Sie zogen immer wieder zum Korb, die Gästen kassierten viele Fouls. Nach zwölf Minuten hatten sie 13 Fouls kassiert, Alba hingegen nur drei.

Zu diesem Zeitpunkt stand es aus Alba-Sicht 15:18. Es folgte die beste Berliner Phase. Die Frankfurter mussten in der Verteidigung – aus Furcht vor weiteren Fouls – etwas vorsichtiger agieren, Alba kam dadurch zu vielen freien Würfen. Der zweite von insgesamt drei Dreiern von Schaffartzik beendete eine 14:0-Serie zum 29:18 (17.). Bis auf 15 Zähler Differenz (37:22/19.) wuchs der Vorsprung an.

Die Pause führte vor 10.988 Zuschauern auch zu einem Bruch im Berliner Spiel. In der Defensive war Alba wieder einmal nicht aggressiv genug, in der Offensive kam man gegen das Frankfurter Bollwerk nur noch selten zum Erfolg, die Ballverluste (insgesamt 17) häuften sich. Nach einer 3:14-Serie waren es nur noch zwei Zähler Vorsprung (46:44/27.). Freiwürfen von Schaffartzik war das 51:48 zehn Minuten vor Ende zu verdanken.

Es wurde immer intensiver, Alba fehlte die Konstanz, aber das Team kämpfte mit allem, was es hatte. 53:53 nach 32 Minuten. Knapp zwei Minuten vor Ende 60:61, danach 61:63. 18 Sekunden vor Schluss durch den Ex-Frankfurter DaShaun Wood (14) das 63:63 – Verlängerung. Wood und der sich steigernde Kyle Weaver (11) zum 68:64. Danach 68:66, Alba holt sich immer wieder den Ball zurück. Und dann kam der letzte Auftritt von Schaffartzik.