Basketball

Grieche Kalambokis plaudert Wechsel zu Alba aus

Albas Geschäftsführer Baldi will den Transfer des 33 Jahre alten Guards von Paok Saloniki nach Berlin noch nicht bestätigen. Vielleicht spielt der Allrounder aber schon am Sonnabend in seiner neuen Heimat gegen Bremerhaven.

Marco Baldi hält es wie immer: So lange nicht alles (Freigabe, Unterschrift und Ähnliches) in trockenen Tüchern ist, lässt sich von Albas Geschäftsführer keine der von ihm so ungeliebten „Wasserstandsmeldungen“ entlocken. Es sei nämlich gerade „bei Spielerverpflichtungen hinderlich, alle an unseren Gedanken teilhaben zu lassen“. In Griechenland ist man gesprächiger. So wurde Giannis Kalambokis, noch im Trikot von Paok Saloniki, am Sonnabend nach dem 74:70 gegen Peristeri nach seiner Meinung zum Spiel gefragt. Der 33-jährige Guard, der in der Partie mit 17 Punkten Salonikis bester Werfer war, antwortete, dass dieses sein letztes Spiel für Paok gewesen sei und dass er künftig für Alba Berlin spielen werde.

Kalambokis war für Paok in dieser Saison einer der Leistungsträger, machte in der griechischen Liga A1 im Schnitt 12,7 Punkte, traf 32 Prozent seiner Distanzwürfe und holte 2,6 Rebounds. Und er ist nicht der erste Star, der den Klub verlässt, der seine Spieler offenbar nur unregelmäßig entlohnt. Auch Marcus Goree, vergangenen Dienstag mit Treviso in der O2 World zu Gast, begann seine Saison bei Paok und zog dann weiter. Albas ehemaliger Spielmacher Rashad Wright packte ebenso vorzeitig seine Koffer und folgte dem Ruf des ehemaligen Alba-Coaches Luka Pavicevic ins französische Roanne.

Jetzt also Kalambokis. Für den 1,96 Meter großen Allrounder, der sowohl auf der Position des Shootingguards als auch als kleiner Flügel eingesetzt werden kann, wäre Alba seine zweite Auslandsstation. Er gab 2009 ein kurzes Gastspiel in Treviso, spielte ansonsten in seiner Heimat, unter anderem auch für die Spitzenklubs AEK Athen und Olympiakos Piräus. Er ist europaliga-erfahren und gewann mit der griechischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 2009 in Polen Bronze. Also einer, der so gut wie alles gesehen hat. Auch bei der Schreibweise seines Namens: Giannis Kalambokis, Yiannis Kalambokis, Yannis Kalambokis, Giannis Kalabokis, Giannis Kalampokis – mal mit „m“, mal ohne wie auf Paoks Webseite, mal mit einem „b“ mal mit einem „p“.

Wenn es nach ihm geht, wird er die Berliner Fans wohl schon bald persönlich über die korrekte Buchstabenfolge in Kenntnis setzen können. Möglicherweise schon, wenn auch Baldi mit allen Papieren in der Hand Vollzug meldet, am kommenden Sonnabend (20 Uhr) im Heimspiel gegen Bremerhaven. Zuvor aber nimmt Alba am Dienstag noch bei Lokomotiv Kuban Krasnodar (19.30 Uhr, zeitversetzt um 20 Uhr auf tv.berlin) in den Tiefen Russlands Abschied vom Eurocup.