Saisonstart

Alba setzt nicht auf den kurzfristigen Erfolg

Innerhalb der nächsten zwei Jahre will Basketball-Bundesligist Alba Berlin die Meisterschaft zwar wieder in die Hauptstadt holen. Aber insgesamt schlagen die Verantwortlichen kurz vor Saisonstart zurückhaltende Töne an.

Basketball-Bundesligist Alba Berlin schraubt seinen Meisterschaftsanspruch für die kommende Saison herunter, die in der kommenden Woche mit dem Qualifikationsspiel in der Euro League gegen Riga startet. Anders als in den vergangenen Jahren schlagen die Verantwortlichen zurückhaltende Töne an. „Wir befinden uns am Anfang eines Prozesses, an dessen Ende in zwei Jahren der Meistertitel stehen soll“, sagte der neue Trainer Gordon Herbert am Dienstag in Berlin und fügte hinzu: „Wir wollen, dass unsere Fans stolz auf uns sind.“

Auch Geschäftsführer Marco Baldi betonte die langfristige Ausrichtung. „Wir wollen uns weiterentwickeln und in den nächsten Jahren ein berechtigter Anwärter auf Platz eins sein. Wir streben nicht den kurzfristigen Erfolg an“, meinte der Schwabe. Der Aufsichtsratschef Axel Schweitzer sieht es genauso: „Alba wird nie auf dem Basar des kurzfristigen Erfolges den langfristigen gefährden.“

Da die Berliner nicht so wie zum Beispiel Bamberg oder Oldenburg aufgerüstet haben, sieht Baldi Alba nur als einen von mehreren Meisterschaftsanwärtern an. „Für mich ist Bamberg der absolute Favorit. Die haben 50 Prozent mehr Geld für Spielergehälter zur Verfügung als wir“, sagte Baldi. Der Hauptstadtklub hat sein Budget im Vergleich zur Vorsaison etwas heruntergefahren. Trotzdem habe das Team vier „qualitativ hochwertige Spieler“ dazubekommen und einen Trainer, „der aus einer Mannschaft das Optimum herausholen kann“.

Die Spieler äußern sich im Gegensatz zu den Verantwortlichen weniger vorsichtig. „Ich denke wir haben bessere Chancen Meister zu werden, als in der vergangen Saison“, meldete Spielmacher und Neuling Wood selbstbewusst Ansprüche an. Auch Heiko Schaffartzik rechnet sich gute Chancen aus: „Ich glaube nicht, dass es schwieriger wird, Meister zu werden.“