Basketball

Alba Berlin siegt beim Auftaktspiel in Peking

Die Profis von Alba Berlin trainieren derzeit fern der Heimat in Peking. Hier haben sie das Auftaktspiel bei den "Continental Basketball Club Championships" gegen ein südkoreanisches Team gewonnen.

Laute Animateure, „Defense“-Anfeuerungen aus Lautsprecherboxen – aber das Auftaktspiel der „International Club Championships“ zwischen Alba Berlin und Dongbu Promy verfolgten in der 18000 Zuschauer fassenden Mastercard Arena von Peking nur einige hundert Basketball-Fans. Sie immerhin beobachteten durchaus gut gelaunt, wie der Gast aus Deutschland diese Partie mit 70:59 (31:31) gewann.

Unter den Zuschauern waren auch die Spieler der Peking Ducks einschließlich ihres chinesischen 2,39-Meter-Riesen Sun Mingming. Der Titelverteidiger des Turniers ist am Donnerstag Kontrahent von Alba Berlin.

Sechs Tage harter Saisonvorbereitung in China liegen hinter der neuen Berliner Mannschaft, der dazu noch die Nationalspieler Heiko Schaffartzik, Sven Schultze und Lucca Staiger fehlen, die für Deutschland bei der Europameisterschaft in Litauen antreten werden. Dass diese Mannschaft noch keine geschlossene Leistung würde anbieten können, war vorher jedem klar. „Wir stehen vor der nicht ganz einfachen Aufgabe, uns hier ordentlich zu präsentieren, obwohl wir erst zehn bis fünfzehn Prozent unserer Systeme trainiert haben“, sagte Cheftrainer Gordon Herbert. „Die Mannschaft ist in einem Prozess. Und in der zweiten Halbzeit haben wir das Tempo ganz gut kontrolliert.“

An genau dem Ort, an dem sich vor drei Jahren im olympischen Finale vor ausverkauften Rängen die USA und Spanien einen erbitterten Fight geliefert hatten (118:107 für die USA), war diesmal Basketball auf gänzlich anderem Niveau zu sehen. Die Südkoreaner waren körperlich unterlegen. Doch sie verblüfften ihren Gegner mit flinkem, unorthodoxem Spiel. Eine Halbzeit brauchten die Berliner, um sich darauf einzustellen. Außerdem gab Herbert all seinen jungen Spielern schon früh Einsatzminuten. Doch als die Alba-Verteidigung konzentrierter zu Werke ging und die Mannschaft ihre athletischen Vorteile mehr nutzte, war Dongbu chancenlos. „Es ist schon schwierig“, sagte Team Manager Mithat Demirel, „aus dem Training heraus gegen ein so unangenehm spielendes Team anzutreten.“ Die Peking Ducks waren da längst gegangen. Dafür freute sich auf der Tribüne der gerade in Peking eingetroffene Alba-Aufsichtsratschef Axel Schweitzer mit.