Trainingslager

Alba Berlin nach Ankunft in China umquartiert

Die Basketballer von Alba Berlin dürfen während ihres Trainingslagers in China doch nicht im olympischen Dorf in Peking wohnen. Stattdessen ging es nach neun Stunden Flug weiter ins 200 Kilometer entfernte Qinhuandao.

Einen in jeder Hinsicht warmen Empfang erlebte die Reisegruppe von Alba Berlin am Donnerstag bei ihrer Ankunft in Peking: 24 Grad lautete die Temperatur bereits bei der Landung am Vormittag, und ein paar Chinesen hielten auf dem Flughafen Plakate in die Höhe mit der Aufschrift „Welcome Alba Berlin“ oder „Willkommen in Peking, willkommen zum Kontinental Cup“. Außerdem erhielt jedes Mitglied der Delegation aus der deutschen Hauptstadt von freundlichen Hostessen des Organisationskomitees einen Blumenstrauß überreicht. Das nennt man wohl gut angekommen.

Weniger erfreut reagierte dann allerdings Berlins Teammanager Mithat Demirel, als er erfuhr, dass nach neun Stunden Flug auch noch viereinhalb Stunden Busfahrt auf Mannschaft und Begleiter warten würden. Alba bereitet sich nun doch nicht im ehemaligen olympischen Dorf auf die Bundesligasaison und das Turnier „Continental Basketball Club Championship“ vom 23. bis 28. August vor. Die Organisatoren des Einladungsturniers hatten kurzfristig umgeplant. Cheftrainer Gordon Herbert und seine Spieler wurden nach Qinhuandao, in eine 200 Kilometer nordöstlich von Peking gelegene Hafenstadt gebracht. Dort ist das nationale olympische Basketballzentrum Chinas beheimatet. Die Trainingsbedingungen sind auch hier sehr gut; allerdings ist Peking eben doch recht weit entfernt.

„Ich bin todmüde und will jetzt nur noch schlafen“, klagte Alba-Spieler Bryce Taylor, während der neue Star, Spielmacher DaShaun Wood, zufrieden feststellte, dass die Hotelzimmer „okay“ waren. Aber Herbert kannte kein Pardon. Am Abend wurde eine Stunde locker trainiert, um die Halle kennenzulernen. Ab Freitag gibt es täglich zwei Einheiten. Und am 23. August, also am nächsten Dienstag, soll die Mannschaft nach Peking umziehen. Wenn alles Weitere nach Plan läuft.

Endgültig geklärt ist inzwischen, dass Patrick Femerling nicht mehr für Alba spielen wird. Der 35-jährige Center hätte noch gern ein Jahr drangehängt, am liebsten in Berlin. Doch daraus wird nichts, wie der Klub bestätigte.