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Alba Berlin holt sich Skyliner-Star DaShaun Wood

Er sei der "beste Spielmacher der Liga", sagte Ex-Trainer Katzurin während des Play-off. Nun hat Alba Berlin den Mann verpflichtet, der das Spiel der Frankfurt Skyliners so variabel machte. Bundesliga-Star DaShaun Wood wechselt an die Spree.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Es ist gerade mal vier Wochen her, das der Coach von Alba Berlin, Muli Katzurin, während der Halbfinal-Serie gegen die Frankfurt Skyliners den Gegner so beschrieb: „Sie haben den besten Spielmacher der Liga, der ihnen viele Optionen eröffnet. Frankfurt ist hervorragend gecoacht.“

Heute liest sich das, als hätte der Israeli für die Weichenstellung des Berliner Basketball-Teams schon damals eine Empfehlung gegeben. Einen Tag, nachdem Gordon Herbert in Frankfurt seinen Hut nahm und bei Alba unterschrieb, tat DaShaun Wood (25) das gleiche. Der „beste Spielmacher“ spielt kommende Saison im „hervorragend gecoachten“ Berlin. Der aktuelle „wertvollste Spieler“ der BBL (MVP) erhielt am Donnerstag bei Alba einen Zwei-Jahres-Vertrag.

„Für Alba zu spielen, ist für mich, wie für ein NBA-Team zu spielen. Ich fühle mich wie ein Kind im Süßwarenladen“, sagte Wood kurz nach seiner Unterschrift der Berliner Morgenpost. „Ich will gewinnen, und Albas Geschichte ist die des Siegens. Wir wollen jetzt alle das nächste Level erreichen, und ich glaube, mit Coach Herbert gibt es, wenn es um Titel geht, keine Grenzen.“

Der Verbleib des Spielmachers in Frankfurt war daran geknüpft, dass auch Herbert dort weiter tätig ist. Nach dem Wechsel des Coaches zog Wood rechtzeitig eine bis zum 30. Juni befristete, einseitige Option und folgte seinem Trainer. „Wir haben am Dienstagabend telefoniert und über Berlin gesprochen“, sagt Albas neuer Headcoach, „und ganz ehrlich: ich musste DaShaun nicht lange überreden.“

Was auch daran liegt, dass die Play-off-Spiele in der O* World, in denen er nach seinen Scharmützeln mit Julius Jenkins der Buhmann war, bei Wood nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben. „Die Fans haben mich in jeder Sekunde ausgepfiffen. Das war einfach irre“, erzählt Wood, der vergangene Saison 18,9 Punkte, 5,9 Assists und 4,7 Rebounds pro Partie erzielt hatte. „In Berlin, in dieser Arena, ist eine Stimmung, die Spiele gewinnen kann.“

Coach Herbert sieht mit Sven Schultze, Heiko Schaffartzik, Derrick Allen, Lucca Staiger, Yassin Idbihi und jetzt Wood bereits „eine sehr gute Basis“ für die kommende Saison. Weitere Personalentscheidungen sollen ab Montag folgen. TheBre