Basketball

Alba kann noch per Wildcard in die Euroleague

Trotz der verpassten Meisterschaft hat Alba dank einer Wildcard noch eine Chance aufs internationale Geschäft. Doch in der Qualifikation für die Euroleague warten schwere Gegner auf die Berliner.

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Es scheint fast, als sollten sie zueinander nicht kommen können: Alba Berlin und die Euroleague im Basketball. Als Deutscher Meister direkt dort Einlass zu erhalten, wo sie nach ihrem Selbstverständnis eigentlich hingehören, haben die Berliner durch die Finalniederlage gegen Bamberg gerade zum dritten Mal in Folge verpasst. In den vergangenen beiden Jahren scheiterte auch ihr Versuch, sich über eine Qualifikationsrunde den Weg zu bahnen – einmal an Maroussi Athen, zuletzt an Spirou Charleroi. Nun darf Alba einen neuen Anlauf unternehmen. Die Uleb, der Dachverband der Basketball-Ligen Europas, erteilt dem deutschen Meisterschafts-Finalisten nach Informationen von Morgenpost Online eine Wildcard für den Versuch, einen Platz unter den besten 24 Teams des Kontinents einzunehmen.

Doch die Qualifikation ist noch härter geworden als in den vergangenen Jahren. Jedenfalls, wenn man kein Heimrecht hat, und danach sieht es für die Berliner aus. Die Uleb will dieses Jahr, vermutlich Ende September/Anfang Oktober, zwei Turniere mit je acht Mannschaften veranstalten. Gespielt werden Viertelfinale, Halbfinale und Endspiel innerhalb von vier Tagen. Nur die beiden Sieger der Turniere erreichen die EuroLeague. Alba hätte sich gern um die Ausrichtung beworben, doch sowohl O2 World als auch Schmeling-Halle stehen in dieser Zeit nicht zur Verfügung.

Am 7. Juli wird in Barcelona ausgelost. Die Konkurrenz, die sich mit Alba um die zwei Plätze in der höchsten Liga des Kontinents bewirbt, ist stark. Am hochkarätigsten eingeschätzt werden Khimki Moskau, Galatasaray Istanbul, der zweimalige Eurocup-Sieger Lietuvos Rytas Vilnius (Litauen) und Paok Saloniki. Außerdem sind unter anderen die nationalen Champions Budivelnik Kiew (Ukraine), CEZ Nymburk (Tschechien) und VEF Riga (Lettland) am Start. Auch Belgiens Meister Spirou Charleroi bewirbt sich erneut. „Sehr schwer“, sagt Alba-Teammanager Mithat Demirel, „aber eine Chance gibt es immer. Nicht ganz ohne Selbstironie fügt er hinzu: „Mit Maroussi Athen und Charleroi hatte in den vergangenen Jahren vorher auch niemand gerechnet.“