Viertelfinale

Alba will die Entscheidung im ersten Versuch

Bereits am Sonnabend kann das Team von Muli Katzurin den Einzug ins Play-off-Halbfinale perfekt machen – und damit Kräfte für ein mögliches Halbfinale gegen Frankfurt sparen.

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Muli Katzurin redete gar nicht drumherum. „Wir haben heute nicht gut gespielt – und das wissen wir auch“, sagte der Cheftrainer von Alba Berlin nach dem 80:77 seiner Mannschaft bei den Baskets Oldenburg. Aber im gleichen Atemzug lobte er auch, dass seine Spieler „Charakter gezeigt haben“. So kam es, dass den Berlinern doch noch der zweite Erfolg im zweiten Spiel der Play-off-Viertelfinalserie (Modus „Best of five“) gelang.

„Jetzt wollen wir vor unseren eigenen Zuschauern in die nächste Runde einziehen“, sagte Teammanager Mithat Demirel. Sollte am Sonnabend (18.30 Uhr, O2 World) auch Spiel drei gegen die Oldenburger gewonnen werden, stünde das Team im Halbfinale. Die erste Partie hatte Alba in eigener Halle bereits mit 95:68 gewonnen. Als möglicher Halbfinalgegner zeichnen sich inzwischen die Frankfurt Skyliners ab, die in ihrer Serie ebenfalls 2:0 gegen Göttingen führen.

Doch jetzt zählt erst einmal nur das dritte Spiel gegen Oldenburg. „Zu glauben, wir stünden jetzt schon mit einem Bein im Halbfinale, wäre wahrscheinlich der beste Weg, den Einzug in die nächste Runde noch zu verspielen“, warnte Spielmacher Heiko Schaffartzik, der wie in Spiel eins auch am Mittwochabend eine gute Vorstellung zeigte, erneut eine längere Einsatzzeit hatte als sein Kollege Taylor Rochestie. Dass sich Alba nicht zu sicher sein darf, zeigt allein ein Blick in die Vergangenheit: Auch 2008 führte Berlin – im Halbfinale – schon mit 2:0 gegen Oldenburg, hatte auch daheim einen „Matchball“, verlor – und machte das Weiterkommen erst im vierten Spiel perfekt.

Und dass Oldenburg sich mit Sicherheit noch nicht aufgegeben hat, zeigte sich am Mittwoch deutlich. Sehr aggressiv gingen die Baskets zu Werke, knüppelhart wurde gespielt. Lange kamen die Berliner – trotz 22 Ballverlusten – gut damit zurecht. „Weil wir immer die richtige Antwort gewusst haben“, nannte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi den Grund dafür. Doch nach einer nicht geahndeten Tätlichkeit von Oldenburgs Oliver Stevic gegen Alba-Center Yassin Idbihi „haben wir etwas die Kontrolle über das Spiel verloren“, so Baldi. Schnell war der 14-Punkte-Vorsprung futsch, und Oldenburg ging zwei Minuten vor Ende sogar in Führung.

Es sprach für die Berliner, dass sie in den letzten Sekunden noch einmal zurückkamen. Und zeigte auch, dass diese Mannschaft an ihre eigene Stärke glaubt.