Basketball

Alba zittert sich gegen Oldenburg zum Sieg

Am Ende wurde es doch noch ganz schön knapp: Alba Berlin hat bei den Baskets Oldenburg gewonnen und kann jetzt auf das Play-off-Halbfinale hoffen.

War das eine Dramatik: Erst schien das Basketballteam von Alba Berlin den Sieg schon sicher zu haben, dann lagen die Berliner kurz vor Schluss auf einmal zurück. Aber am Ende war es doch die Mannschaft von Trainer Muli Katzurin, die überschwänglich jubelte. Alba gewann das zweite Play-off-Viertelfinalspiel 80:77 (44:38) bei den Baskets Oldenburg und benötigt nun nur noch einen Sieg, um die Serie (Modus „Best of five“) für sich zu entscheiden. Spiel eins hatte Alba in Berlin 95:68 gewonnen. Die dritte Partie findet nun in eigener Halle am kommenden Sonnabend (18.30 Uhr) statt.

Vor 3108 Zuschauern machten sich die Berliner am Mittwoch das Leben selbst schwer, da sie mit vielen Fehlern (insgesamt 22 Ballverluste) die extrem aggressiven und oft provozierenden Oldenburger immer wieder ins Spiel zurückbrachten. Elf Minuten vor Ende hatte Alba einen komfortablen 14-Punkte-Vorsprung herausgespielt, aber dann mussten die Berliner doch noch gewaltig zittern. „Am Ende hat sich unsere Widerstandskraft durchgesetzt“, bilanzierte Geschäftführer Marco Baldi. Im dritten Spiel wolle man nun „den Sack zumachen“.

Oldenburg hatte den besseren Start

Alba hatte einen schlechten Start, leistete sich gleich zwei Ballverluste, Miroslav Radujica scheiterte mit zwei Freiwürfen – 2:8. Die Berliner blieben dennoch kühl. Vor allem Bryce Taylor (17 Punkte) traf von Beginn an. Eine 14:0-Serie der Berliner wurde auch durch die erste Oldenburger Auszeit nicht unterbrochen. 18:10 für Alba nach sieben Minuten. Eine kurze unaufmerksame Phase – 18:18. Mit der Sirene besorgte Sven Schultze per Dreier das 25:23 am Ende des ersten Viertels. Es ging für die Berliner gut weiter, vor allem Taylor und Raduljica (13/10 Rebounds) war es zu verdanken, dass sich der Vorsprung bis auf elf Punkte Differenz erhöhte (44:33/18.). Positiv war, dass Alba unter den Brettern total überlegen war (insgesamt 43:23). Auch die Defensive funktionierte lange gut, doch das Team verlor viele Bälle. Zwölf Ballverluste allein in den ersten 20 Minuten, ebenso viele waren den Berlinern im ganzen ersten Spiel unterlaufen. Katzurin war sauer, versuchte mit zwei Auszeiten die Spieler aufzurütteln. Auf sechs Zähler (44:38) war die Führung beim Wechsel zusammengeschmolzen.

Diesmal kam Alba konzentriert aus der Kabine: Julius Jenkins, der trotz einer Rippenprellung spielte und mit 18 Punkten bester Werfer war, und Tadija Dragicevic sorgten gleich für ein 49:38. Wie im ersten Spiel ließ Katzurin Spielmacher Heiko Schaffartzik länger auf dem Feld als den oft fahrigen Rochestie. Dann der Rückschlag, als Immanuel McElroy nach seinem vierten Foul erst einmal auf die Bank musste. Was aber Taylor sofort mit dem 66:52 konterte. Nach 29 Minuten war Alba mit 14 Zählern vorn. Viel Aufregung gab es danach, als der Oldenburger Oliver Stevic nach einer Tätlichkeit gegen Yassin Idbihi nicht disqualifiziert wurde. Zehn Punkte (66:56) betrug der Vorsprung zu Beginn des letzten Abschnitts.

Doch der Bruch war da. Alba unterliefen weitere Ballverluste – und die Berliner Fehler wurden nun von Oldenburg bestraft. Alba war von der Rolle. Als es fünf Minuten vor Schluss nur noch 70:67 stand, tobten die Baskets-Fans, Alba hatte den Gegner wieder aufgebaut. Es wurde noch schlimmer – nach 0:10-Serie 70:72 nach 37 Minuten. 70 Sekunden vor Schluss 74:74. Dragicevic-Dreier zum 77:75, noch 34 Sekunden. 77:77, noch 20 Sekunden. Alba hatte nach eigener Auszeit den Ball, sechs Sekunden vor Schluss traf Rochestie zum 79:77. Oldenburg patzte, Alba kam noch einmal in Ballbesitz – und Rochestie verwandelte einen Freiwurf zum 80:77. BM