Play-offs

Alba erwartet in Oldenburg ein ganz anderer Gegner

Nach der Niederlage gegen Alba müssen die Baskets Oldenburg im Play-Off Gas geben. Die Berliner brauchen drei Siege, um das Halbfinale um die Basketball-Meisterschaft zu erreichen.

Es war ein Play-off-Auftakt, wie man ihn sich wünscht. Im ersten Spiel zwischen Alba Berlin und den Baskets Oldenburg stimmte auf Seiten der Gastgeber alles. „Wir waren harmonisch, schnell, aggressiv, hoch konzentriert. Alle freien Bälle landeten bei uns. Jeder, der ins Spiel kam, brachte neue Energie rein. Wir hatten viel Unterstützung von den Fans“, erinnerte sich Marco Baldi am Dienstag auf der Busfahrt nach Niedersachsen. Aber schon im nächsten Moment schob der Alba-Geschäftsführer nach: „Davon kann man nicht zehren. Das kann morgen alles anders sein.“ Es beginnt zwar nicht bei Null, doch nach dem 95:68 im ersten Spiel der Play-off-Serie im Modus „Best of five“ steht es eben nur 1:0 für die Berliner. Drei Siege sind nötig, um das Halbfinale um die Basketball-Meisterschaft zu erreichen.

Mittwochabend (Beginn 20 Uhr, hier die Konferenz live ) erwartet Baldi insbesondere einen sich anders wehrenden Kontrahenten. „Sie werden auftreten, als wäre es ihre letzte Chance.“ Er spricht von einer „extrem hohen spielerischen Qualität“ der Oldenburger, „sie haben es nur noch nicht zusammengekriegt“. Somit das nicht geschafft, was Alba seit dem Trainerwechsel von Luka Pavicevic zu Muli Katzurin häufiger gelungen ist. Doch der einstige Titelsammler Alba ist nach manchem Rückschlag vorsichtig geworden. So fordert Baldi von der Mannschaft, sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen. Das Rezept klingt einfach: „Nicht zulassen, dass Oldenburg seine Qualitäten zeigen kann.“ Sonst könnte den Berlinern ein Gegner erwachsen, den sie in dieser Saison (drei Alba-Siege) noch nicht kennen gelernt haben.

Aber die Situation ist für die Norddeutschen deutlich schwerer. Seit sie vor zwei Jahren Meister wurden, sind die Ansprüche erheblich gestiegen. Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale der Vorsaison wurde fast die komplette Mannschaft ausgewechselt. Die Zuschauer sind ungeduldig geworden. Auch Meistertrainer Predrag Krunic verspürt heftigen Gegenwind. Und der Kontrahent ist, bis auf leichte Blessuren (Julius Jenkins, Immanuel McElroy) topfit. Rund 100 Fans reisen mit nach Oldenburg. Alba scheint nicht nur wegen des bärenstarken ersten Spiels die besseren Argumente zu haben, auch heute zu bestehen.