Play-off

McElroy kann für Alba gegen Oldenburg spielen

Pünktlich zum Spiel gegen Oldenburg kann Muli Katzurin auf den besten Verteidiger der Liga, Immanuel McElroy, setzen. Zu der ersten Play-off-Begegnung im Viertelfinale werden am Abend 10.000 Zuschauer in der O2 World erwartet.

Ein weiteres Meisterschaftsbanner unter dem Hallendach der O2 World würde sich gut machen. Platz genug wäre. Schließlich ist das letzte der insgesamt acht schon drei Jahre alt und hat den Umzug aus der Schmeling-Halle mitgemacht. Aber nach zwei Jahren, in denen Albas Rennen um die Meisterschaft im Halb- oder Viertelfinale endete, will niemand so recht vom Titel reden. „Das Optimale aus den eigenen Möglichkeiten heraus zu holen“, formuliert Geschäftsführer Marco Baldi vor dem Play-off-Start als Ziel.

Die Frage, wie groß diese Möglichkeiten sind, wird sich erst am heutigen Samstag nach dem ersten Spiel der „Best of five“-Serie des Viertelfinales gegen Oldenburg (18.15 Uhr, O2 World, Sport1 live, hier im Live-Ticker von Morgenpost Online ) wirklich beantworten lassen können. Grund, sich zu verstecken, hat Albas Basketball-Team nicht. Seit Mitte Februar wurden zehn von zwölf Bundesligaspielen gewonnen, beim Gegner dieser Viertelfinal-Serie gelang ein souveräner 93:81-Sieg.

Das alles zähle nicht mehr, sagt Muli Katzurin. „Alle acht Teams, die jetzt noch dabei sind, haben die gleichen Chancen“, glaubt Albas Coach. „Das hat doch die vergangene Saison bewiesen, als die besten vier Teams der Vorrunde gleich in der ersten Runde ausgeschieden sind.“ Mit dem Druck umzugehen, ist im Play-off der Schlüssel zum Erfolg“, erzählt der Trainer weiter. „Das erste Spiel zu Hause ist extrem wichtig, das müssen wir gewinnen, also lastet der Druck erst mal auf uns.“

Da trifft es sich gut, dass Katzurin nach dessen Rückenverletzung wieder auf den besten Verteidiger der Liga, Immanuel McElroy, zählen kann. Der Amerikaner kann Druck nicht nur gut aushalten, sondern selbst welchen machen. „Er wird wieder im Kader sein“, sagt der Coach, „hat seit Montag wieder voll trainiert, aber Training ist Training und Spiel ist Spiel.“ Für Baldi beginnt jetzt „die schönste und anstrengendste Zeit“. Und er sagt nicht ohne stolz, dass Alba in 21 Jahren jedes Mal im Play-off stand. „Jetzt kommt es auf gute Nerven, unbedingten Willen an und darauf, die Anhänger komplett zu mobilisieren, damit diese das Team durch harte Zeiten hindurch tragen.“ Daran soll es am Abend nicht mangeln: Zu Spiel eins gegen Oldenburg werden heute wieder rund 10.000 Zuschauer erwartet.