Basketball

Alba Berlin gewinnt letztes Hauptrundenspiel

Im letzten Hauptrunden-Spiel kam der Berliner Basketball-Bundesligist Alba am Ostersamstag zu einem ungefährdeten 88:76 (40:33)-Sieg über die Tigers Tübingen.

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Es sollte der Probelauf für das Play-off sein, doch in der richtigen Form für die entscheidende Saisonphase zeigte sich das Basketballteam von Alba Berlin nur zeitweise. Beim 88:76 (40:33) zum Abschluss der Punkterunde gegen die Tigers Tübingen am Sonnabend blieben einige Wünsche offen. Bester Werfer der Berliner war Miroslav Raduljica mit 23 Punkten. Alba-Gegner im Play-off-Viertelfinale ist der Sechste Oldenburg (Modus Best of five). Es beginnt mit einem Heimspiel am Sonnabend (30. April) in der O2 World.

Nach fünfeinhalb Minuten hatte Alba-Trainer Muli Katzurin genug gesehen. Wutentbrannt nahm er eine Auszeit, sein Team lag 9:16 zurück. Es fehlte die richtige Anspannung, lasch in der Defensive, fahrig in der Offensive – so präsentierten sich die Hausherren anfangs. Es schien den Berlinern überhaupt nicht gut zu tun, dass es in diesem Spiel um nichts mehr ging. Alba hatte Platz drei sicher, die Gäste konnten das Play-off nicht mehr erreichen, Abstiegsgefahr bestand aber auch nicht mehr.

Katzurin schimpfte nicht nur, sondern reagierte auch. Er wechselte fast die komplette Startformation (Derrick Allen, Taylor Rochestie, Julius Jenkins, Bryce Taylor und Miroslav Raduljica) aus. Die Neuen um Yassin Idbihi, Tadija Dragicevic und Heiko Staffartzik machten es besser – 18:16 (9.). Im zweiten Viertel waren die Schwankungen nicht mehr so extrem, was mit 36:28 auch die höchste Führung in Hälfte eins ermöglichte. Von Play-off-Form war Alba – nach wie vor ohne den nach einer Rückenverletzung nicht einsatzbereiten Immanuel McElroy – in dieser Phase jedoch noch entfernt.

Katzurin, der viel experimentierte, dürfte seinen Spielern in der Pause noch einmal ins Gewissen geredet haben. Es war mehr Engagement zu sehen – vor allem Center Raduljica und Allen (14) trafen immer besser. Bei 49:39 (24.) war die Berliner Führung erstmals zweistellig. Ein schier unglaublicher Alley-Oop von Bryce Taylor (auf Pass von Jenkins) zum 57:43 (26.) war der Höhepunkt des Abends. Der Rest vor 9444 Zuschauern, die ihr Team mit viel Beifall verabschiedeten, ähnelte einem Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen. Dennoch sagte Trainer Katzurin: „Wir waren nicht konzentriert genug über das ganze Spiel hinweg.“