Basketball-Bundesliga

Alba macht Göttingen-Pleite mit Korbflut wett

Alba hat die Niederlage von Göttingen verdaut: In Bremerhaven zeigten sich die Berliner Basketballprofis in bester Play-off-Form - und siegte klar mit 100:83. Damit festigte Alba den Tabellenrang drei.

Foto: Bongarts/Getty Images / Bongarts/Getty Images/Getty

Die Vorzeichen, unter denen die Basketballer von Alba Berlin in Bremerhaven antraten, waren unmissverständlich. „Eine entsprechende Antwort“ hatte Geschäftsführer Marco Baldi gefordert, nachdem die Berliner 48 Stunden zuvor beim 65:80 in Göttingen über weite Strecken in ihre Einzelteile zerfallen waren. Die Mannschaft zeigte im vorletzten Spiel vor dem Play-off dann die gewünschte Reaktion und gewann bei den Eisbären klar mit 100:83 (47:42).

„Wir brauchten in der ersten Halbzeit etwas Anlaufzeit“, freute sich Teammanager Mithat Demirel, „haben dann aber immer besser verteidigt und dann das Spiel kontrolliert.“

Coach Muli Katzurin hatte sein Team in der Hoffnung auf das Bremerhavener Parkett geschickt, dass jeder einzelne die Göttinger „Lektion“ verstanden hat. Dafür sprach dann auch schon zu Beginn einiges, weil der größte Rückstand, dem Alba hinterher zu laufen hatte, im Vergleich zum Spiel davor nur lächerliche vier Punkte betrug – 17:21 nach dem ersten Viertel.

Zu diesem Zeitpunkt hatte noch keines der beiden Teams aus der Distanz getroffen. Es war an Julius Jenkins, diesen Bann zu brechen. Nach vier schnellen Punkten zum 24:24 durch Taylor Rochestie und Yassin Idbihi traf Jenkins zum 28:26 (15.). Absetzen konnten sich die Berliner jedoch nicht, sie blieben aber durch Jenkins, der schon in der ersten Halbzeit 18 Punkte seiner 27 Punkte machte, und Idbihi (15) in Führung. Ein Dreier von Tadija Dragicevic, ein weiterer von Jenkins – mit 47:42 ging es in die Pause.

Die Frage, wo denn bloß der Titelaspirant aus Berlin geblieben sei, die noch in Göttingen aufgekommen war, stellte sich im zweiten Durchgang nicht mehr. Dank zweier Distanzwürfe von Dragicevic (11Punkte) und Bryce Taylor (17) und Körben von Rochestie und Jenkins benötigte Alba keine vier Minuten, um auf 59:45 (24.) davonzuziehen. Dass dies noch nicht die endgültige Entscheidung war, lag an Bremerhavens Topscorer Terrell Everett (20 Punkte). Er brachte die Eisbären auf 68:62 heran (28.), Heiko Schaffartzik und erneut Jenkins und Dragicevic hielten die Eisbären aber auf Distanz – 79:65 (30.).

Bremerhaven, vor dem Spiel Tabellenachter, versuchte alles, um die Partie noch zu kippen und so die Chancen auf den letzten Play-off-Plaz zu wahren. „Von der Intensität her war es auch schon ein Play-off-Spiel, wie auch schon in Göttingen, bloß da waren wir nicht bereit“, erklärt Demirel. „Bremerhaven hat viel auf Zonenverteidigung gesetzt und die haben unsere Jungs gut und clever ausgespielt.“ Wer auch immer auf dem Parkett, war für das, was zu tun war, zur Stelle, ob Sven Schultze oder Taylor mit ihren Dreiern (91:78/36.) oder Heiko Schaffartzik an der Freiwurflinie. An Schaffartzik ist es auch, vor dem letzten Spiel der Hauptrunde am Ostersonnabend (20Uhr) in der O* World gegen Tübingen zum Training einen kleinen Imbiss für alle mitzubringen. Denn er machte 24 Sekunden vor dem Ende den 100. Punkt.