Basketball

Auswärtssieg stärkt Alba in den Play-offs

Der Auswärtssieg in Oldenburg nach langer Zeit ist ein großer Schritt nach vorn und raus aus der Krise. Vor allen Center Yassin Idbihi brillierte und holte viele Punkte.

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Natürlich war das 94:79 im letzten Heimspiel vor gut einer Woche gegen Bayreuth für Albas zuletzt arg gebeutelte Basketballer ein Erfolgserlebnis. Aber für eine wirklich breite Brust eignet sich ein Sieg gegen den 17. der Bundesliga dann doch eher nicht. Da ist das 93:81 am Sonnabend in Oldenburg von ganz anderem Kaliber. Endlich wieder ein Auswärtssieg, und das bei einem direkten Konkurrenten um die besten Play-off-Plätze – es könnte der erste Schritt aus der Krise gewesen sein. Zumal Quakenbrück gestern 72:83 in Frankfurt verlor. Platz drei ist in der Bundesliga vorerst abgesichert.

„Das war ein enorm wichtiger Sieg“, wertete Geschäftsführer Marco Baldi. Denn sowohl sein Team als auch Oldenburg hätten ja einige Probleme, „und normalerweise spricht alles dafür, dass die Heimmannschaft den Schritt nach vorn schafft, gerade in einer so hitzigen Atmosphäre. Aber wir haben unser Spiel nicht verlassen und vieles beherzigt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Einer, dem das besonders gut gelang, war Center Yassin Idbihi, der mehr Spielzeit bekam, weil Patrick Femerling mit überdehnter Achillessehne zu Hause geblieben war und Tadija Dragicevic mit Rückenproblemen kämpft. Das Tal, in dem er mit seinem Team war, „ist ja so tief gewesen, dass ich schon denke, dass wir da jetzt so langsam herauskommen“, sagt Idbihi, der in 22 Minuten sieben Punkte machte und sechs Rebounds holte. „Wer viel verliert, muss viel trainieren, um die Fehler zu korrigieren. Das haben wir getan, und ich denke, dass jetzt auch zu sehen war, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat.“

Der deutsche Nationalspieler sagte weiter gewohnt bescheiden, er freue sich, dass er der Mannschaft helfen und auch „Bryce Taylor seine Qualitäten zeigen konnte“. Das zweite Spiel von Taylor Rochestie im Alba-Trikot fand Idbihi „großartig. Er hat Ruhe ausgestrahlt und immer das gemacht, was wir brauchten. Punkte, Ballgewinne, egal was.“

Die neu gefundene Harmonie wird am Dienstag aber wieder unterbrochen. Beim völlig bedeutungslosen letzten Spiel der Top 16 des Eurocups bei Panellinios Athen ist Rochestie nicht spielberechtigt. „Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen“, sagt Idbihi. „aber fast noch wichtiger ist, uns weiter zu verbessern und unsere Fehler zu minimieren.“

Wirklich bestätigen kann Alba das Erfolgsergebnis von Oldenburg erst im nächsten Bundesligaspiel gegen Ulm, das auf den 9. März verlegt wurde (20 Uhr, O2 World). Das heißt: Nach der Rückkehr aus Athen ist das Team von Muli Katzurin eine Woche spielfrei. „Ich glaube, das ist gut für uns“, sagt Idbihi. „da können wir unsere Kräfte für den Endspurt in der Bundesliga sammeln.“