Baskettball-Bundesliga

Alba tritt an zum Gipfel der Enttäuschten

Für die Berliner geht es am Sonnabend im Spiel gegen Oldenburg um viel: Bei einer Niederlage ist der angestrebte Tabellenplatz zwei wahrscheinlich futsch. Wenig förderlich ist dabei die Abwesenheit von Patrick Femerling und Marko Marinovic.

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Alles kann nur noch besser werden. So dachten sich zumindest die Verantwortlichen bei Alba Berlin und den Baskets Oldenburg nach der vergangenen Saison. Punktgleich mit jeweils neun Niederlagen auf den Rängen eins und zwei hatten die Basketballteams, Meister der Jahre 2008 (Alba) und 2009 (Oldenburg), die Hauptrunde abgeschlossen. Doch beide scheiterten gleich in der ersten Play-off-Runde. Entsprechend wurde parallel reagiert: Das Personal wurde zu großen Teilen ausgetauscht. Gebracht hat es nichts. Denn wenn sich am Sonnabend (20 Uhr, Sport1, online im Live-Ticker bei Morgenpost Online ) in Oldenburg die Baskets und Alba gegenüberstehen, kann getrost vom „Gipfel der Enttäuschten“ gesprochen werden.

Die Berliner hinken meilenweit ihren Ansprüchen hinterher, sind Vierter mit acht Niederlagen auf dem Konto, im Pokal und im Eurocup ist Alba inzwischen ausgeschieden. Die Oldenburger sind gar nur Sechster, haben die Teilnahme am Play-off noch weniger sicher als der ehemalige Branchenführer aus der Hauptstadt. Bei einer Niederlage kann Alba den anvisierten Rang zwei abschreiben. Beide Teams haben seit dem 77:75 in der Hinrunde einige Spieler ausgetauscht, zumindest durfte in Oldenburg Trainer Predrag Krunic bleiben, während Alba Luka Pavicevic durch Muli Katzurin ersetzte.

Und dieser Katzurin hofft, „dass wir aus unseren Fehlern lernen“, dass sich seine Mannschaft nicht immer wieder Blackouts leistet. So wie zuletzt im Eurocup gegen Treviso, als die Mannschaft zwar gut kämpfte, sich aber erst durch eine 0:13- und später durch eine 0:10-Serie alles selbst zunichte machte. Über Oldenburg will Katzurin gar nicht viel sagen. „Wir müssen uns zuerst einmal mit uns und unserem Spiel beschäftigen.“ Allein damit haben die Berliner jede Menge zu tun.

Nicht nur, dass durch zuletzt sechs Niederlagen in sieben Spielen das Selbstbewusstsein der Berliner alles andere als überbordend ist. Alba plagt sich auch mit Verletzungen herum. Klar war, dass Kapitän und Center Patrick Femerling wegen einer Achillessehnenverletzung mindestens zwei Wochen ausfallen würde, aber auf einen Einsatz von Spielmacher Marko Marinovic wurde doch gehofft. Der Serbe musste jedoch auch zu Hause bleiben, seine Wirbelblockade im Rücken lässt einen Einsatz nicht zu. Frühestens am Sonntag soll er mit leichtem Training beginnen können.

Zumindest positiv ist, dass der neu verpflichtete Spielmacher Taylor Rochestie mit dabei ist, der im internationalen Wettbewerb gegen Treviso nicht spielberechtigt war. „Es ist ganz wichtig, dass er so schnell wie möglich integriert wird“, sagt Katzurin, der keinen Zweifel daran lässt, dass der US-Amerikaner seine Nummer eins auf der Playmaker-Position ist. Bis einschließlich kommenden Montag sind weitere Transfers möglich. Kommt etwa noch ein Neuer? Katzurin hält sich bei diesem Thema bedeckt: „Dazu möchte ich lieber nichts sagen.“

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