Basketball-Bundesliga

Alba Berlin blamiert sich zuhause gegen Bonn

Desaströse Fehlerwurfquote, Löcher in der Abwehr: Beim Heimspiel gegen die Bonner Baskets hat Alba eine derbe Niederlage einstecken müssen. Durch das 64:76 (26:48) rutschen Berlins Basketballer auf Platz vier ab: Unter Katzurin war es die zweite Pleite im vierten Spiel.

Alba Berlin verlor am Sonntag sein Heimspiel gegen den alten Rivalen Bonner Baskets deutlich mit 64:76 (26:48) und verpasste den Sprung auf Platz zwei. Durch die siebte Niederlage rutschte der achtfache deutsche Meister auf Rang vier ab. Die Wirkung des Trainerwechsels scheint zu verpuffen. Im vierten Pflichtspiel unter dem Israeli Muli Katzurin, der die Nachfolge Luka Pavicevic antrat, gab es bereits die zweite Niederlage.

Auch Derrick Allen und Immanuel McElroy mit jeweils 15 Punkten konnten die zweite Heimniederlage nicht verhindern. Für Bonn traf Nic Wise (19) am häufigsten.

In den ersten beiden Spielminuten war die Welt von Alba Berlin in der mit 14.500 Zuschauern ausverkauften O2-World noch in Ordnung. Da führte das Heimteam 4:0. Doch mit dem ersten Korb der Bonner nahm das Unheil seinen Lauf.

Die Berliner agierten in der Offensive viel zu überhastet und verzeichneten eine desaströse Fehlwurfquote. In der Defensive taten sich große Löcher auf, durch die der Gast spazierte und viele leichte Punkte erzielte. Nach dem ersten Viertel lag Alba mit 10:19 zurück.

Die erwartete Aufholjagd erstickten die Berliner jedoch selbst mit ihren Unzulänglichkeiten. Von ihrem flinken Spielmacher Wise gut in Szene gesetzt, fanden die Bonner immer wieder den Weg zum Korb. Zur Pause pfiffen die Zuschauer: Ihr Team lag mit 26:48 hinten, da war die Partie so gut wie entschieden.

Im zweiten Durchgang präsentierte sich Alba weiter fahrig und kraftlos. Die Bonner hingegen ließen nicht locker und deckten die Schwächen ihres Gegners schonungslos auf. Erst gegen Ende gestalteten die Berliner das Ergebnis etwas erträglicher.

Durch die Berliner Niederlage rückten die Artland Dragons, die mit 91:87 (48:43) gegen ratiopharm Ulm die Oberhand behielten, auf den dritten Platz vor. US-Center Darren Fenn war mit 24 Punkten erfolgreichster Werfer auf Seiten der Dragons. Heimerfolge feierten auch die Walter Tigers Tübingen mit 95:80 (46:32) gegen EnBW Ludwigsburg und Phoenix Hagen mit 91:86 (46:42) gegen Eisbären Bremerhaven.

Vor 4100 Zuschauern unterlag LTi Giessen 46ers in ausverkaufter Halle dem Ex-Meister EWE Baskets Oldenburg mit 69:70 (32:31). Auch der Mitteldeutsche BC musste beim 71:73 (40:35) gegen TBB Trier eine knappe Heimschlappe einstecken.

Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg hat seinen Siegeszug in der Basketball-Bundesliga fortgesetzt, der frühere Serienmeister Alba Berlin steckt dagegen weiter in der Krise. Am 22. Spieltag untermauerte Bamberg mit dem 81:63 (49:32) beim Tabellenzweiten Frankfurt Skyliners und dem 21. Sieg im 22. Ligaspiel seine Ausnahmestellung in der BBL. Dagegen sind die Albatrosse von ihren alten Glanzzeiten weit entfernt. Nach dem 64: 76 (26:48) rutschten die Berliner gar auf den vierten Platz ab.

„Man muss Bamberg großen Respekt zollen. In Deutschland habe ich bisher noch nie ein Team gesehen, dass so gut spielt wie die Brose Baskets“, lobte sogar Frankfurts Trainer Gordon Herbert die Bamberger Überflieger, nachdem seine Skyliners in der ausverkauften Ballsporthalle vom Meister die Grenzen aufgezeigt bekommen hatten.

Insbesondere Tibor Pleiß war bei den Franken mit 20 Punkten der überragende Spieler auf dem Parkett. Dagegen endete für Frankfurt eine Serie von elf Heimsiegen in Serie, dies konnte auch Pascal Roller mit 17 Punkten nicht verhindern.

Berlin - Bonn im Stenogramm

Alba Berlin - Telekom Baskets Bonn 64: 76 (26:48).

Beste Werfer: McElroy (15), Allen (15), Marinovic (14) für Berlin - Wise (19), Hunt (16), Ohlbrecht (14), Flomo (10) für Bonn.

Zuschauer: 14.500 (ausverkauft)