Basketball

Alba gewinnt zweites Spiel mit neuem Coach

Das Basketball-Team von Alba Berlin hat auch das zweite Spiel unter seinem neuen Trainer Muli Katzurin gewonnen. Dem 68:65 im Eurocup folgte am Sonntag ein 75:69 in Trier.

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Alba Berlin setzt seinen Aufwärtstrend unter dem neuen Trainer Muli Katzurin fort. Dem 68:65 im Eurocup vom Donnerstag folgte am Sonntag ein 75:69 (43:37) in Trier. Die Mannschaft von Alba-Legende Henrik Rödl, der im Sommer den Chefposten an der Mosel übernahm, schlug sich achtbar, konnte den Berliner Sieg aber nie wirklich gefährden.

Alba begann wie schon bei Katzurins Premiere gegen Athen mit Hollis Price, Julius Jenkins, Immanuel McElroy, Sven Schultze und Derrick Allen. Anders als im Spiel gegen die Griechen musste Albas neuer Trainer nicht bis zur Halbzeitsirene auf die ersten Distanzwürfe seines Teams warten, Jenkins traf seine ersten zwei Versuche – 6:4 (3.). Beide Teams verteidigten bissig, Rödls Mannschaft mit den ehemaligen Alba-Spielern Philip Zwiener, Dragan Dojcin und Oliver Clay, weil sie darauf brannten, sich gegen ihren Ex-Klub zu beweisen. Alba, um nach den Pleiten in Ulm, Tübingen, Braunschweig, Bamberg und Hagen keinesfalls die Serie der Auswärtsniederlagen fortzusetzen, die mit dafür verantwortlich war, dass Trainer Luka Pavicevic abgelöst wurde.

Die Berliner lagen in der Folge zumeist knapp vorn, Price traf per Dreier zum 17:16 (10.). Katzurin setzte schon in den ersten zehn Minuten alle zwölf Spieler ein, um Tempo und Aggressivität wie gewünscht hoch zu halten. Trier, weit weniger tief besetzt, zeigte vorübergehend Wirkung. Alba setzte sich mit dem nächsten Dreier von Jenkins sowie Freiwürfen von Allen erstmals etwas ab – 32:25 (15.). Es lag vornehmlich an Philip Zwiener, der bei Alba in den drei Jahren unter Luka Pavicevic kaum Einsatzzeiten bekam und in Trier in kürzester Zeit zum Topscorer und All-Star wurde, dass die Gastgeber im Spiel blieben (40:34/18.). Mit einer Sechs-Punkte-Führung ging Alba in die Pause – 43:37.

Dragan Dojcin, zu Berliner Zeiten von den Fans als „Dreier-Gott“ gefeiert, brachte Trier gleich nach Wiederbeginn auf 43:40 heran, und es wurde für Alba noch enger. Zwiener verkürzte auf 53:51 (27.), Dru Joyce sogar auf 56:51 (30). Durch den vierten Jenkins-Dreier und den zweiten von Tadija Dragicevic behauptete Alba aber die Führung – 59:55.

Alba hatte bislang öfter auswärts enge Spiele nicht gewinnen können. Mit einer knappen Führung ins Schlussdrittel zu gehen – in dieser Situation waren sie schon öfter. Am Sonntag löste die Mannschaft diese Aufgabe, ohne Trier noch einmal eine realistische Siegchance zu lassen. Jenkins erzielte für Alba 28 Punkte, Allen 18 und Dragicevic 11; Zwiener (15 Punkte) war bester Trierer Werfer. „Ich bin zufrieden, wir haben das Spiel dominiert“, sagte Geschäftsführer Marco Baldi. „Uns fehlt es noch etwas an Genauigkeit, aber das ist in der Situation, in der wir sind, wo sich vieles verändert, ja auch kein Wunder.“

Von Trier ging es noch am Sonntag nach Bonn. Von dort fliegt Alba am Montag nach Sevilla, um am Dienstag bei Cajasol (20.30 Uhr) anzutreten. Die Spanier sind in den Top 16 des Eurocups noch ungeschlagen.