Basketball

Alba Berlin an Nationalspieler Schaffartzik dran

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Sebastian Arlt

Foto: Bongarts/Getty Images / Bongarts/Getty Images/Getty

Der Basketbal-Nationalspieler Heiko Schaffartzik soll zu Alba wechseln, die Berliner haben dem gefürchteten Distanzschützen bereits ein Angebot gemacht. Sein Vertrag bei Anakara wurde nach dem Ausscheiden aus der EuroChallenge aufgelöst.

Bisher hatten sich alle Beteiligten bedeckt gehalten, doch seit Dienstag ist es offiziell: Alba Berlin möchte Basketball-Nationalspieler Heiko Schaffartzik verpflichten. „Ja, wir haben ihm ein Angebot gemacht“, erklärte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi. Alles Weitere müsse man abwarten. Es ist aber damit zu rechnen, dass jetzt sehr schnell eine Einigung geben wird. Bestätigt wurde nicht, dass sich Schaffartzik bereits auf dem Weg in seine Heimatstadt Berlin befindet. Aber wahrscheinlich wird der 27-Jährige schon Mittwochabend beim Alba-Spiel gegen den MBC (20 Uhr, O2 World) auf der Tribüne sitzen.

In Schaffartzik, dessen Distanzwürfe gefürchtet sind, würde ein weiterer ehemaliger Alba-Spieler nach jahrelanger Abwesenheit zum Klub zurückkehren. Zu Saisonbeginn waren bereits Patrick Femerling, Sven Schultze und Hollis Price zurückgekommen. Spielmacher Schaffartzik, der bisher 34 Länderspiele (im Schnitt 9,1 Punkte) bestritt, begann seine Karriere bei TuS Lichterfelde, kam dann zu Alba, wo er zwischen 2002 und 2004 nur neun Spiele bestritt. Es folgten Stationen in Gießen, Nürnberg, Oldenburg, Ludwigsburg, noch einmal Gießen, Braunschweig und zuletzt bei Türk Telekom Ankara.

Nachdem das türkische Team in der EuroChallenge ausgeschieden war, begann der Klub, sich von ausländischen Spielern zu trennen. In der türkischen Liga müssen immer mindestens zwei Türken auf dem Feld stehen. Schaffartzik war klar, dass diese Konstellation für ihn auf Dauer unbefriedigend sein würde. Und da Ankara bereit war, den Vertrag aufzulösen, entstand die Möglichkeit für einen Wechsel. In der Türkei hatte Schaffartzik im Durchschnitt 15 Minuten gespielt, dabei durchschnittlich 4,1 Punkte erzielt.

In Berlin soll er die Playmaker-Position verstärken, wo Alba erhebliche Defizite sieht. Marko Marinovic und der momentan verletzte Hollis Price spielten bisher zu instabil. „Wir haben Heiko schon länger im Visier“, sagt Baldi. Im Sommer 2010, als man sich überraschend von Steffen Hamann getrennt hatte, wurden sich Spieler und Klub allerdings nicht einig. Ob eine Verpflichtung von Schaffartzik einen „Domino-Effekt“ habe, also dafür ein anderer Spieler den Kader verlasse müsse, wollte Baldi nicht kommentieren.