Berlin-Tübingen

Alba kassiert die vierte Auswärts-Niederlage

Es war ein Auf und Ab gegen die Tigers Tübingen. Letztlich gelang es Alba nicht, sich abzusetzen. Die Berliner müssen mit einer weiteren - durchaus verdienten - Niederlage leben.

Was sich das Basketballteam von Alba Berlin nach dem Debakel in Bamberg mit drei Siegen in Folge langsam wieder aufgebaut hatte, wurde am Sonntagabend zerstört. Bei den gegen den Abstieg kämpfenden Tigers Tübingen blamierten sich die Berliner und verloren 70:74 (35:38). Es war bereits die fünfte Saison-Niederlage in der Liga. Die Zeiten werden jetzt erneut unruhig werden, der Klub hinkt national weit hinter seinen Ansprüchen her. „Das ist ein Rückschlag“, meinte Teammanager Mithat Demirel. „Es geht nicht, dass wir das Spiel so aus der Hand gegeben haben.“

Dabei ging es gut los für die Berliner, die nach 58 Sekunden durch Marko Marinovic (bester Werfer mit 19 Punkten) und Julius Jenkins 5:0 führten. Aber dann: Nicht die Tübinger, die zuletzt fünf ihrer sechs Ligaspiele verloren hatten, waren verunsichert. Bei Alba ging nichts mehr. Tübingen wurde eine 13:0-Serie gestattet, die Gäste lagen 5:13 zurück. Neun Ballverluste in der ersten Hälfte (insgesamt 17) zeigen mangelhafte Konzentration.

Die Berliner fanden keine Konstanz, da konnte auch das Fehlen der verletzten Tadija Dragicevic und Hollis Price sowie des erkälteten Yassin Idbihi nicht Erklärung allein sein. Es waren zumeist Dreier (insgesamt 14), durch die man noch im Spiel blieb, aber näher als auf zwei Zähler Differenz (23:25/15.) kam Alba bis zur Pause nicht heran. Nach 20 Minuten stand es dank Lucca Staigers Dreier mit der Schlusssirene nur 35:38. Nach 20 Minuten waren die Berliner mit 13, die Tübinger lediglich mit sieben Fouls belastet, am Ende hieß es 28/17; Derrick Allen und Sven Schultze mussten nach fünf Fouls zusehen.

Alba kam erst einmal gut aus der Pause, Patrick Femerling und Immanuel McElroy drehten auf, erstmals seit der Anfangsphase lagen die Berliner wieder vorn (46:38/24.). Bryce Taylor sorgte mit zwei Freiwürfen für die erste zweistellige Führung (51:40/25.). Aber Alba wurde nachlässig (2:11-Serie), Tübingen ließ sich nicht beirren, holte auf – 53:51. Vor dem letzten Viertel führte Alba 58:54. Die 3000 Tübinger Fans tobten, als Berlin wieder in Rückstand geriet (58:59/33.). Drei Minuten vor Schluss 64:64. In der Schlussphase unterliefen Berlin immer wieder Ballverluste, Tübingen nutzte das zu den entscheiden Punkten. Und als dann Jenkins und Marinovic auch noch vier Freiwürfe hintereinander vergaben, was die Sache gelaufen. „Wir hatten unsere Chance“, sagte Alba-Coach Luka Pavicevic, „aber wir haben sie nicht genutzt.“