Nach Schiedsrichter-Schelte

Alba rechnet mit Strafe für Coach Pavicevic

Albas öffentliche Kritik am Schiedsrichterwesen in der Liga, die vom Klub ins Feld geführte vermeintliche Ungleichbehandlung durch die Referees, zuletzt der Rückzug aus allen Gremien der Basketball-Bundesliga – das Sportliche, im Play-off-Viertelfinale trifft Alba auf die Frankfurt Skyliners, scheint momentan fast völlig in den Hintergrund zu treten. Jetzt muss wohl auch Trainer Luka Pavicevic eine Geldstrafe zahlen.

Alba Berlin rechnet nach der Geldstrafe für Geschäftsführer Marco Baldi auch mit Sanktionen der Liga gegen Trainer Luka Pavicevic. Baldi erklärte am Mittwoch, eine Strafe für den Serben werde wohl noch kommen. Wegen seiner eigenen Schiedsrichterkritik soll Baldi 2600 Euro zahlen.

Pavicevic hatte nach dem 74:67 über EnBW Ludwigsburg am vergangenen Sonnabend ein technisches Foul gegen Steffen Hamann wegen einer „Schwalbe“ bemängelt. Der Trainer hatte unter anderem erklärt, ein derartiges Foul könne man einem Jugendspieler geben, nicht aber dem besten Spieler der deutschen Nationalmannschaft.

Laut Baldi hat Alba bis Donnerstag Zeit für eine Stellungnahme, der Geschäftsführer meinte allerdings, Fristen seien immer beweglich. Die Angelegenheit sei einem Rechtsanwalt übergeben worden.

Der achtmalige Meister will sich zwar auf die bevorstehenden Playoffs konzentrieren, die am Sonntag mit dem ersten Viertelfinal- Heimspiel gegen die Skyliners Frankfurt beginnen. Baldi räumte allerdings ein: „Das Thema ist hochgekocht und wird uns noch weiter beschäftigen.“

Die Berliner hatten wegen des Streites um die Schiedsrichterleistungen ihre Mitarbeit in allen Gremien der Basketball-Bundesliga beendet.

( dpa/mim )