Basketball

Alba zittert sich in Tübingen zum Sieg

Der deutsche Meister Alba Berlin hat in Tübingen einen Auswärtssieg eingefahren - allerdings einen mühsamen. Die Berliner setzten sich in einem dramatischen Spiel bei den Tigers Tübingen mit einem knappen 80:77 durch. Bis zum Schluss blieb das Spiel wackelig.

Lange gezittert, aber am Ende doch gewonnen: Nach einer über weite Phasen wenig überzeugenden Leistung kam das Basketballteam von Alba Berlin bei den Walter Tigers Tübingen zu einem 80:77 (34:39). Die Berliner, bei denen Julius Jenkins mit 18 Punkten bester Werfer war, bleiben damit Tabellenzweiter.

„Wir haben uns lange das Leben schwer gemacht“, meinte Albas Sportdirektor Henning Harnisch und verwies vor allem auf die „furchtbare Freiwurfquote“ in der ersten Hälfte. Er sprach von einem „wichtigen Sieg“, da auch die mit Alba punktgleich liegenden Göttinger in Nördlingen gewannen. „Jetzt gibt es ein Endspiel um Platz zwei“, meinte Harnisch mit Blick auf das Spiel der Berliner am Mittwoch gegen Göttingen (O2 World, 20 Uhr).

Nach 15 Minuten hatte Albas Trainer Luka Pavicevic genug gesehen: Beim Stand von 24:30 nahm er eine Auszeit. Er konnte bis dahin mit dem Spiel seiner Mannschaft wahrlich nicht zufrieden sein. Doch seine kurze Ansprache nutzte bis zum Wechsel wenig. Mit einem Fünf-Punkte-Rückstand (34:39) ging Alba in die Pause. Ein Blick auf die Statistik sagte fast alles: Nur zwei von zehn Freiwürfen fanden ihr Ziel, lediglich zwei Drei-Punkte-Würfe bei zehn Versuchen fielen in den Tübinger Korb. Und unter den Körben hatten die Tübinger bei 22:13 die Lufthoheit.

Doch langsam rappelten sich die Berliner auf. Es wurde konsequenter verteidigt, bei Rebounds (am Ende 36:34) war Alba nun zumeist schneller. Ein Dreier von Casey Jacobsen (17 Punkte) brachte Alba zehn Minuten vor Ende mit 54:52 in Front.

Aber das Spiel der Berliner blieb vor 2960 Zuschauern wackelig, immer wieder gab es Ballverluste (allein acht von Jenkins). Erst leistete sich Alba eine 0:10-Serie zum 54:62 (33. Minute), dann folgte ein 9:0-Lauf zum 63:62 (35.). Zwei Minuten vor Schluss stand es nach einem Dreier des immer stärker werdenden Ansu Sesay (10 Punkte/12 Rebounds) 70:70. War Alba zuvor gerade eben bei Freiwürfen schwach gewesen, behielten Sesay, Jenkins und Jacobsen dann jedoch in der entscheidenden Phase von der Linie die Nerven.