Basketball

Alba zittert sich zum Sieg gegen Trier

Nach der bitteren Heimpleite gegen Bamberg hat Alba wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der Tabellenzweite setzte sich in Trier mit 67:61 durch. Damit konnten die Berliner den Rückstand auf Spitzenreiter Oldenburg wieder verkürzen. Allerdings musste Alba am Ende um den Sieg zittern.

Erst souverän aufgetreten, im vierten Viertel fast alles verspielt – und am Ende doch gewonnen: So präsentierte sich das Basketballteam von Alba Berlin beim 67:61 (41:29) bei TBB Trier. Die Berliner, bei denen Julius Jenkins bester Werfer war (18 Punkte), hatten mit bis zu 17 Zählern Unterschied geführt, der Vorsprung schmolz aber bis 90 Sekunden vor Schluss auf einen Punkt. Doch dann behielt vor allem Center Blagota Sekulic (11 Punkte) die Nerven. „Wir haben lange gut gespielt und die Partie dominiert, aber am Ende etwas die Kontrolle verloren“, bilanzierte Albas Geschäftsführer Marco Baldi.

Bereits nach 16 Minuten war es unter den 5700 Zuschauern in der Arena von Trier ruhig geworden. Die Fans waren fassungslos, denn Berlin führte zu diesem Zeitpunkt mit 38:23. In den ersten sechs Minuten des zweiten Viertels hatte Alba die Trierer förmlich überrannt. 18:2 Punkte erzielten die Berliner. Da nutzte es auch nichts, dass Triers belgischer Trainer Yves Defraigne binnen kurzer Zeit zwei Auszeiten genommen hatte. Julius Jenkins, Aleksandar Nadjfeji und Steffen Hamann waren in dieser Phase von den Trierern überhaupt nicht zu stoppen.

Dabei hatte es im ersten Viertel nicht nach einer Berliner Überlegenheit ausgesehen. Alba, das mit Julius Jenkins anstelle von Steffen Hamann begann, bekam vor allem Triers Chris Copeland überhaupt nicht in den Griff. 15 der 21 Trierer Punkte zum 21:20 für die Gastgeber nach zehn Minuten hatte der US-Amerikaner erzielt.

Im weiteren Spielverlauf gelangen ihm allerdings nur noch vier weitere Punkte. Mit einem 41:29 gingen die Berliner in die Pause, die bis dahin eine schier unglaubliche Wurfquote aus dem Feld erzielt hatten. 17 von 23 Versuchen fanden den Weg in den Korb. Da man auch bei den Rebounds überlegen war (15:10/am Ende 33:26), hatte sich Alba den Vorsprung verdient.

Doch jeder weiß, wie schnell ein solcher Vorsprung – gerade in der hitzigen Atmosphäre in Trier – verspielt sein kann. Alba dominierte zwar erst einmal weiter, baute die Führung bis auf 17 Zähler (50:33/24. Minute) aus – und ging mit einem 56:42 ins letzte Viertel.

Doch dann klappte beim Tabellenzweiten aus Berlin fast nichts mehr. Alba blieb viereinhalb Minuten ohne Punkt. Bis auf einen Zähler kam Trier heran (61:60), die Fans tobten. Aber vier Punkte von Sekulic und zwei von Jenkins sicherten dann doch den Alba-Sieg. BM