Alba Berlin

Beim Spiel verletzt - Wright muss zur Untersuchung

Nur Rashad Wright hatte nach dem Sieg keine gute Laune. Bevor sich das Basketballteam von Alba Berlin abgekämpft, aber belohnt durch ein 74:68 bei den Paderborn Baskets mit dem Bus auf den Heimweg machte, hatte der US-Amerikaner humpelnd die Halle verlassen. Jetzt muss er zur Untersuchung.

Foto: ddp / DDP

Lediglich sechs Minuten und 51 Sekunden war der Spielmacher am Samstag auf dem Feld gestanden, bis er wegen einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden musste. Erst heute soll bei einer weiteren Untersuchung geklärt werden, wie schwer die Verletzung des Stammspielers ist.

Es blieb also doch ein schaler Beigeschmack trotz des schwer erkämpften Erfolges in Paderborn. Es war einmal mehr ein ganz hartes Auswärtsspiel für die Berliner, die sich aber nicht unterkriegen ließen. „Wir mussten alles abrufen“, sagte Sportdirektor Henning Harnisch. In der Lokalpresse hatte Paderborns Trainer Doug Spradley angekündigt, sein Team müsse „härter spielen als jemals zuvor“. Was seine Spieler dann auch tatkräftig umsetzten.

Teilweise „mehr an Ringkampf als an Basketball“ erinnerte Albas Geschäftsführer Marco Baldi denn auch das Spiel in aufgeheizter Atmosphäre. Da passte es ins Bild, dass sowohl Spradley als auch Albas Cheftrainer Luka Pavicevic ein Technisches Foul kassierten. „Am Ende waren die Berliner cooler und sind ruhig geblieben“, analysierte Spradley. „Wir sind cleverer aufgetreten“, stimmte Pavicevic seinem Kollegen zu.

Dabei hatten sich die Berliner lange Zeit selbst das Leben schwerer als nötig gemacht, weil sie bei Rebounds dem Gegner heillos unterlegen waren (27:46). Doch es sprach für die Alba-Profis, dass sie spätestens nach dem Wechsel den bedingungslosen Kampf annahmen und nicht weiter versuchten, sich rein spielerisch durchzusetzen. „Sie sind keinen Millimeter gewichen“, lobte Baldi.