Basketball

Alba Berlin gewinnt gegen Köln

Alba Berlin hat am Abend in der Berliner O2 World gegen Köln 99ers gewonnen. Nach zwischenzeitlichem Gleichstand siegten die Berliner mit 86:77 (44:29 nach den ersten beiden Viertels) gegen die Rheinländer, die damit auf Platz 16 stehen. Alba selbst liegt nun auf Platz 2 der Bundesliga.

Sein Jubiläumsspiel hatte sich Luka Pavicevic sicher anders vorgestellt. Anstatt ihrem Trainer einen überzeugenden Sieg gegen einen Abstiegskandidaten zu schenken, ließen die Alba-Profis ihren Coach zittern. Zur 100. Partie an der Seitenlinie gab es am Ende ein glückliches 86:77 (44:29) gegen die Köln 99ers. Aber auch dieser Sieg reichte, um sich in der Tabelle der Basketball-Bundesliga auf Rang zwei vorzuschieben. Letztlich aber war Pavicevic zufrieden: „Wir haben den Sieg noch einmal in Gefahr gebracht, aber meine Spieler waren am Ende clever genug.“

Die Partie begann konfus mit vielen Fehlern. Da sprangen die Spieler das ein oder andere Mal dem über das Parkett hoppelnden Ball hinterher. Die Gäste konnten es wohl nicht viel besser und Alba fehlte der zwingende Wille, dem Gegner von Beginn an die Grenzen aufzuzeigen. Vor allem in der Offensive haperte es, zu lässig präsentierten sich die Berliner.

So kam natürlich keine Stimmung auf unter den nur 6103 Zuschauern in der O2 World. So war es eine merkwürdige Stimmung im halbleeren Rund der Arena. Immerhin konnten sich die anwesenden Fans dann im zweiten Viertel etwas mehr an ihrem Team erfreuen. Endlich wurden mehr Rebounds geholt und im Angriff konsequenter agiert. Vor allem Julius Jenkins tat sich in dieser Phase mit drei Distanztreffern hervor. Immanuel McElroy sorgte mit einem Dreier Sekunden vor der Pausensirene für das 44:29.

Geburtstagskind Casey Jacobsen – er wurde am Donnerstag 28 Jahre alt – traf dann im 21. Spiel hintereinander aus der Distanz. Eine schöne Serie für den US-Amerikaner. Grund zur Aufregung gab es zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht, das Spiel schien den erwarteten Gang zu nehmen. Einzig Alba-Trainer Pavicevic schien da anderer Meinung zu sein. Beim Stand von 52:34 kassierte er einmal mehr ein technisches Foul wegen Meckerns. Seine Spieler brachte dies scheinbar völlig aus dem Rhythmus. Eine zwischenzeitliche 19-Punkte-Führung schmolz zusehends. Plötzlich ging nichts mehr und Köln witterte seine Chance. Die Gäste trafen plötzlich und den Alba-Spielern zitterte wohl die Hand. Mit einem völlig unverständlichen 57:61-Rückstand ging es in den Schlussabschnitt.

Endlich kam dann so etwas wie Stimmung auf. Jenkins traf beim Stand von 57:65 aus der Distanz, wurde gefoult und versenkte auch noch den fälligen Freiwurf. Vier Punkte als Signal zur Wende. Aleksandar Nadjfeji sorgte dann für die 69:67 Führung (35.). Dennoch bedurfte es am Ende wichtiger Distanztreffer von Jenkins (mit 23 Punkten Topscorer) und Dragan Dojcin, um die Kölner endgültig zu besiegen – und Luka Pavicevic seinen 66. Erfolg als Alba-Trainer zu bescheren.

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